Erfrischende Quinoa Bowl mit Minz-Zitronen-Dressing als intuitives Mittagessen

Ich bin eine große Verfechterin des intuitiven Essens und der festen Überzeugung, dass der Körper besser als jede Diätregel und besser als jedes Lehrbuch weiß, was er gerade braucht. Wir haben einfach nur verlernt hinzuhören.

Ich war in letzter Zeit eigentlich super zufrieden mit meiner Ernährung, habe objektiv immer die richtige Wahl getroffen: Ein gesunder Salat zum Mittag, ein proteinreiches Abendessen, ein gesunder Snack. Anfangs war der Salat ohne Sättigungsbeilage auch genau das Richtige, da er mir Energie gegeben und mich absolut befriedigt hat.

Aber seit ein bis zwei Wochen merke ich, dass das Mittagessen, das mir zuvor der perfekte Begleiter war, der neuen Situation nicht mehr angemessen ist. Was soll das nun schon wieder heißen, fragst du dich?

Zutaten und Gläser

Wir sind genauso wenig konstant wie die Welt um uns herum. Manchmal haben wir träge Phasen, in denen wir uns schwer und apathisch fühlen. Wir kommen kaum aus dem Quark und an Sport wollen wir gar nicht erst denken. Besonders süße, cremige und fettige Speisen ziehen uns an, obwohl wir eigentlich genau wissen, dass wir durch diese Speisen nur noch träger werden. Aber das vermeintliche emotionale Hoch durch Zucker und Fett führt uns immer wieder in Versuchung. Wir haben ein schlechtes Gewissen, greifen wieder zum schnellen süßen Trostpflaster und nehmen in der Konsequenz langfristig gesehen zu.

Dann haben wir sehr luftige Phasen, in denen wir kreativ aber auch zerstreut sind. Wir mischen ein wenig hier mit und wuseln ein wenig dort herum. Körperlich macht sich diese Phase schnell durch Verdauungsbeschwerden bemerkbar. Da wir überall mit unseren Gedanken sind, nur nicht im aktuellen Moment, fällt es uns sichtlich schwer, unsere wahren Körperlichen Bedürfnisse wie Hunger und Durst wahrzunehmen. Man snackt sich so durch den Tag, getreu dem Motto „wer hat schon Zeit sich eine Stunde zu Tisch zu setzen?!?“. So kommen wir einfach nicht zur Ruhe und verpassen die vielen Chancen in uns hinein zu hören und mit uns in Verbindung zu treten.

Funny Face

Das sind zumindest die beiden Extreme, zwischen denen ich mich bewege. Und je nachdem wo ich gerade stehe, brauche ich andere Nahrung und andere Arten der Bewegung: Besonders aktivierende Speisen (z.B. mit Chili und Zimt gewürzt) kombiniert mit einer Reduktion der Kohlenhydrate helfen mir schneller aus dem trägen Extrem. Befinde ich mich in der luftigen Phase so brauche ich deutlich mehr stärkehaltige Kohlenhydrate (z.B. Süßkartoffeln, Rote Bete, Quinoa) und vor allem warme Speisen um mich wieder zu erden.

Woran habe ich denn gemerkt, dass mir mein Essen auf einmal nicht mehr bekommt? In dem konkreten Fall vor wenigen Wochen ist es mir vor allem daran aufgefallen, dass obwohl mein Magen von der riesigen Salat-Bowl gut gefüllt war, mir noch irgendetwas fehlte. Ich ging also nach jedem Essen an die Snack-Schublade und habe erst einmal von meiner selbst zusammen gestellten Studentenfutter Mischung genascht, nennen wir es Nachtisch… Aber nach einer Stunde fehlte mir immer noch die Energie und auch wenn der Bauch nicht weniger voll war, hatte ich wieder hunger. Also wanderte das Händchen ständig zwischen Snack-Schublade und Mund hin und her. Dabei schlugen sich so einige Datteln, Nüsse, noch etwas Studentenfutter, dunkle Schokolade und Obst in der Snack-Bilanz nieder. Abends war ich dann natürlich nicht mehr hungrig und habe mir nur schnell noch einen Smoothie, wenn überhaupt, gemacht.

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Der aufmerksame Leser wird bereits seinen Schluss gezogen haben in welcher Phase ich mich befand und warum Salat da genau das falsche Essen für mich war. Als ich dann endlich auch verstand was mir mein Körper sagen wollte, konnte ich glücklicherweise schnell auf die passenden Tools zurückgreifen, um meine Ernährung  an die veränderten Bedingungen anzupassen.

Was habe ich also konkret geändert? Quinoa, Süßkartoffeln, Rote Bete und Bananen haben einen festen Platz auf meinem Teller eingeräumt bekommen. Ich achte darauf, wieder zumindest eine warme Mahlzeit am Tag zu mir zu nehmen und vermeide zu viel Rohkost. Zumindest vorerst –  schätzungsweise bis der Winter kommt 😉

Apropos Quinoa, ich habe euch ja noch ein wundervoll sommerliches Quinoa Bowl-Rezept versprochen, das dank der Minze auch dann noch den Körper in der Lage zu kühlen ist, wenn wir das Gericht warm essen. Dazu gibt es ein Dreierlei aus Hülsenfrüchten (Erbsen, Kichererbsen und dicke Bohnen), etwas Brokkoli, getoppt von ein paar Pistazien und Mandeln.

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Das perfekte Mittagessen im Sommer, wenn man Kühlung auf der einen Seite sucht, aber Erdung auf der anderen Seite braucht. Wenn man sich nach dem Essen leicht und voller Energie fühlen, auf der anderen Seite aber nicht gleich nach einer Stunde wieder auf Essenssuche gehen möchte.

Guten Appetit!

Sommerliche Qunioa Bowl mit Minz-Zitronen-Dressing

  • Portionen: 1
  • Schwierigkeit: einfach
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Zutaten

    Quinoa Bowl
  • 1/2 Tasse Quinoa
  • 1 Tasse Brokkoli-Röschen
  • 1 Hand voll Kichererbsen aus der Dose
  • 1 Hand voll Erbsen und Bohnen (Dicke Bohnen / Edamame)
  • 4 Scheiben Tempeh (Curry)
  • Saft einer halben Zitrone
  • Minz-Zitronen Dressing

  • 1cm einer frischen Pepperoni
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Reisessig
  • 1/2 TL Honig (Alternativ: Molasse oder Maulbeersirup)
  • 2 Stiele Minze + 1 Stiel Koriander (gehackt)
  • eine Prise Salz und Pfeffer
  • Außerdem

  • Sprossen oder Kresse
  • 4 Pistazien- und 4 Mandelkerne

Anweisungen

  1. Wasche den Quinoa und bereite ihn nach Packungsanleitung zu
  2. Schneide deinen Brokkoli in kleine Röschen und gebe ihn ohne Öl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Backe ihn für ca. 15 Minuten auf 180°C Umluft
  3. Koche deine Böhnchen für ca. 5 Minuten in Salzwasser
  4. Nehme den in Curry eingelegten Tempeh aus der Verpackung und brate ihn in einer Pfanne mit etwas Kokosöl von beiden Seiten gut an, so dass er eine gold-braune Kruste bekommt.
  5. Für das Dressing: Hacke die Kräuter, schneide die Pepperoni in kleine Stückchen und mische alle weiteren Zutaten hinzu.
  6. Massiere die Hälfte des Dressings sowie die Kräuter in deinen Quinoa. Salze ggf. noch etwas nach. Richte alle Zutaten hübsch in einer Schüssel (aka „Bowl“) an und gebe das restliche Dressing über das Gemüse.

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