Kokos-Mandel-Bällchen a.k.a. Rohfaellos

Es soll ja diese Menschen geben, die bei sommerlichen Temperaturen an die 30° C keinen Appetit haben, erst recht nicht auf Süßes. Ich gehöre nicht dazu. Allerdings ist der Anspruch an Süßigkeiten bei dem Wetter ein anderer.

Wie sollte eine Süßigkeit für den Sommer beschaffen sein? Definitiv ohne Schokolade, zu schleimbildend. Natürlich auch ohne Milch, Gelatine oder Getreide. Sie sollte ein solider Snack sein, der nicht nur meinen süßen Zahn besänftigt, sondern mich zusätzlich mit wertvoller Energie versorgt. Aber bitte nicht so viel Zucker. Wenn ich mir die Liste so ansehe, ist der Anspruch ganz schön hoch. Ich befürchte wir werden wohl Einbußen am Geschmack hinnehmen müssen.

Keine Angst, das ist natürlich keine Option! Aber wie soll sich der Geschmack entwickeln? Wie soll es sich auf der Zunge anfühlen? Kühlend süßlich ist definitiv die Richtung, die wir anstreben und damit vervollständigt sich fast wie von selbst das vorbestimmte Erlebnis:  Kokosnuss soll uns als Basis dienen und eine zartschmelzende Harmonie mit Mandeln eingehen. Ich mag es gerne, wenn Salz als Gegenkomponente zu den süßen Datteln in meinen Süßigkeiten enthalten ist, da dadurch ein wundervoll runder Geschmack entsteht. Und viel mehr gehört auch gar nicht hinein.

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Ach doch, eine Kleinigkeit noch: Ich ergänze gerne noch ein wenig veganes Proteinpulver. Warum das, fragt ihr euch sicherlich. Ich mache sehr viel Sport und empfinde es an manchen Tagen als anstrengend, dem Proteinbedarf meines Körpers anhand von Nüssen und Hülsenfrüchten gerecht nachzukommen. Ja, ich esse durchaus gelegentlich Fisch und von Zeit zu Zeit landet auch mal ein Stückchen Tofu auf meinem Teller. Aber häufig habe ich das Gefühl, ich müsste viel mehr von diesen Lebensmitteln essen, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Da ich aber Soja-Produkte in großen Mengen nicht vertrage (hormonelle Auswirkungen) und ich Fisch eher als sparsam zu dosierendes Genussmittel sehe, bin ich irgendwann bei veganem Protein als Ergänzung meiner gesunden Ernährung gelandet.

Hier gibt es natürlich riesige Unterschiede zwischen den einzelnen Präparaten, darauf im Detail einzugehen würde aber sicherlich den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Lasst mich aber gerne wissen, wenn euch das Thema so sehr interessiert, dass ihr einen eigenen Blogbeitrag dazu von mir lesen möchtet. Aufgrund der biologischen Wertigkeit habe ich mich für ein Kombi-Produkt aus Erbsen-, Reis- und Hanfprotein, ungesüßt und ohne weiteren Geschmack, entschieden. So schlingelt sich eben von Zeit zu Zeit der ein oder andere Protein-Scoop in meine Rezepte.

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Da bin ich mal wieder vom Thema abgekommen. Unsere Kokos-Mandel-Bällchen kann man sogar komplett ohne Küchenmaschine zubereiten: Einfach alle Zutaten gut mit den Händen durchmischen und zu kleinen Kugeln formen. Et voilà.

Ich bewahre die Bällchen normalerweise im Gefrierschrank auf. Sie tauen super schnell auf – aber um ehrlich zu sein warte ich in der Regel gar nicht erst so lange… 😬

Wisst ihr woran mich dieses Konfekt erinnert? An Rafaellos. Ich freue mich aber so unendlich, dass mein süßer Zahn nicht nach Rafaellos oder Pralinen oder Zucker schreit, sondern nach diesen kleinen, selbst zubereiteten Süßigkeiten. Ich weiß ganz genau, dass sie mir gut bekommen, unendlich viel Energie geben und mich mit wichtigen Fetten versorgen. Außerdem sättigen sie mich nachhaltig, was ich von herkömmlichen Süßigkeiten nicht behaupten könnte. Aber das allerwichtigste ist: Es schmeckt mir einfach so viel besser.

Probiert das Rezept doch mal aus und gebt mir euer Feedback, ob ihr diese Version auch besser findet als das „Original“.

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Kokos-Mandel-Bällchen

  • Portionen: 15
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Zutaten

  • 80g Kokosmus
  • 60g Mandelmus
  • 40g Kokosflocken
  • 1 Scoop Veganes Proteinpulver (Alternativ: Mandelmehl)
  • 1 EL Vanillepaste
  • 4 kleine Datteln
  • 1/2 TL Salz
  • Außerdem

  • 15 Mandeln
  • ca. 30g Kokosflocken zum Wälzen

Anweisungen

  1. Gebe alle Zutaten bis auf die ganzen Mandeln und die Kokosflocken zum Wälzen in eine große Schüssel und mische alles gut durch. Mit den Händen ist es vermutlich am einfachsten.
  2. Gebe die übrigen Kokosflocken in eine kleine Schale.
  3. Forme mit den Händen 15 kleine Bällchen: Nehme etwas Teig und drücke ihn fest. Lege eine Mandel in die Mitte und drücke den Teig so zu einer Kugel, dass er die Mandel vollständig umschließt. Wälze die Kugeln in den vorbereiteten Kokosflocken.
  4. Stelle die Kokosbällchen in den Kühlschrank – am besten schmecken sie gut gekühlt.

7 Kommentare zu „Kokos-Mandel-Bällchen a.k.a. Rohfaellos

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