Gebäck für Zürich – Kokos-Bananen-Kekse

„Reise am besten mit leichtem Gepäck“ – Scherzkeks. Zürich ist doch flanieren, sich hübsch machen, sich besonders fühlen. Zumindest für mich. Und wenn ich einen Koffer voller Schuhe habe (zugegeben – die Hälfte macht zumindest in der Regel mein Schuhgepäck aus), dann passt aber doch kein Kuchen mehr rein.

Dann downsizen wir mal: Schuhe raus, alles raus, nur das Nötigste in den Rucksack. So Reise ich für 3 Tage und habe nur 2 Paar Schuhe dabei. Plus Laufschuhe – die zählen nicht.

Nur welche kleine Aufmerksamkeit bringe ich mit? Eine Flasche Wein im Handgepäck ist wohl nicht die ratsamste Idee, mal abgesehen davon, dass die Schweizer selbst ziemlich guten Wein haben. Meine liebe Freundin, zu der ich gerade fahre, liebt es eine kleine Süßigkeit zu ihrem Kaffee zu genießen. Wobei Genuss tatsächlich das richtige Wort ist. Sie nimmt sich viel Zeit für Ihre Pause und zelebriert diese so ausgiebig, freut sich manchmal auch den ganzen Tag darauf. Einfach mal zwischendurch einen Kaffee runter kippen und ein Stückchen Kuchen im Vorbeigehen in den Mund schieben, das könnte bei ihr nicht passieren. Sie ist mir ein großes Vorbild auf meinem Weg zu einer intuitiven Esserin.

Glas und Cococircle
Diese freudvolle Pause möchte ich gerne mit meinem Mitbringsel aus Deutschland unterstützen. Kuchen passt nur leider, wie gesagt, aus Platzgründen nicht ins Gepäck. Sie mag gerne Kokosnuss, ich könnte ihr ja von meinen leckeren Rohfaellos mitbringen, die ich letztens gemacht habe. Ich befürchte nur, dass sie den ganzen Tag bei Temperaturen um die 35°C im Rucksack liegen zu müssen nicht besonders gut verkraften werden. Das Kokosmus wird sicher zerlaufenen und aus den Bällchen wird hinterher ein großer Klumpen. Yummi…

Wie wäre es denn mit Keksen? Die sind klein, handlich und sollten unter der Hitze nicht allzu stark leiden. Kekse mit Kokos und Banane. Gesagt getan: 4 Minuten kreatives Ingredienzen zusammenfügen, abschmecken, doch noch eine Banane mehr, hm jetzt brauche ich auch noch ein Ei. Ab in den Backofen und 18 Minuten später hatte ich die perfekten Kekse. Gerade frisch und noch warm sind sie ein Gedicht.

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Irgendwie fehlte mir aber noch etwas für‘s Auge. Ein kleiner Dizzle Schokolade, oh ja, das macht das Bild in meinem Kopf so richtig rund. Ich habe dieses Mal Schokodrops mit Xucker verwendet, weil ich sie noch im Haus hatte. Ich habe eine ausgeprägte Xucker-Phase hinter mir, bevorzuge aber inzwischen die natürliche Süße, die durch das Zugeben echter Früchte (wie Datteln oder Feigen) entsteht.

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Vor lauter Vorfreude auf den Zürich-Trip, lag ich die halbe Nacht wach. Zugegeben, die Hitze hat auch ihren Beitrag zu der schlaflosen Nacht geleistet. Jedenfalls hatte ich mehrere Stunden, in denen mir eine Idee nach der anderen gekommen ist. Das erste was ich am Morgen gemacht habe? Ich habe mir mein neues Lieblingsspielzeug geschnappt und die Kekse gemäß Kopf-Skript der letzten Nacht, in Szene gesetzt und fotografiert.

In der Schweiz ist vermutlich auch der Kaffee weniger erschwinglich, so dass ich es für eine gute Idee hielt, zu meinen Keksen auch noch ein Päckchen Kaffee mitzubringen. Am Flughafen habe ich also noch meinen Lieblingskaffee mahlen und einpacken lassen. Sorgfältig im Rucksack verstaut, hat sich der wohlige Geruch die gesamte Reise über immer mal wieder in meine Nase geschlichen und mir einen kleinen Glücksmoment beschert. Und ich bin sicher, jedes Mal wenn ich diesen Kaffee in der nächsten Zeit rieche, denke ich an diesen wundervollen Kurztrip nach Zürich zurück, erinnere mich an die schöne Zeit und bin dankbar, dass ich eine so tolle, liebe, wundervolle Freundin habe. Unabhängig davon, wie lange wir uns nicht gesehen haben, sobald wir zusammen sind ist es, als wären wir nie getrennt gewesen.

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Eine liebe Kollegin meinte einmal zu mir: „Ich schenke so gerne, ich glaube ich habe selbst noch mehr Freude daran als der Beschenkte.“ Genau so empfinde ich bei meinem Gastgeschenk für meine liebe Freundin. Ich habe auf dem Weg zum fertigen Geschenk so viel Dankbarkeit und Freude empfinden dürfen, dass ich mich bei ihr dafür bedanken möchte.

Probiert es aus! Es lohnt sich!

Kokos-Bananen Kekse

  • Portionen: 16
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Zutaten

  • 2 EL Kokosmus
  • 3 EL Kokosmehl
  • 2 EL Kokosflocken
  • 3 Eier
  • 2 sehr reife Bananen
  • 1,5 TL Backpulver
  • 2 Prisen Salz
  • 1 EL Vanillepaste
  • Optional: Schokodrops zur Deko

Anweisungen

  1. Heize den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor
  2. Gebe alle Zutaten für die Kekse in eine große Schüssel und vermische diese gut
  3. Forme kleine Kekse mit den Händen und setze diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  4. Backe die Kekse für 18-20 Minuten.
  5. Lasse die Kekse abkühlen bevor du sie mit Schokolade verzierst. Dafür schmelze ca. 50g dunkle Schokolade im Wasserbad.
  6. Tunke deine Kekse hinein oder sprenkle die Schokolade dekorativ darüber und lege sie zum trocknen auf ein Rost.

2 Kommentare zu „Gebäck für Zürich – Kokos-Bananen-Kekse

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