Gesunde Ernährung – Bananenbrot zum Frühstück?

In jedem Beitrag spreche ich von gesunder Ernährung, doch bin ich euch noch eine Definition schuldig, was das im Detail für mich bedeutet.

Kürzlich kam eine Freundin mit der Bitte um eine Empfehlung für ein schnelles und gesundes Frühstück „to go“ auf mich zu. Feuer und Flamme für diesen neuen Task, stürzte ich mich gleich auf Pinterest um ihr eine hübsche Pinnwand mit schnellen und gesunden Frühstücksideen zusammen zustellen. Jedoch musste ich mich erst einmal wieder bremsen, da wir zunächst ein gemeinsames Verständnis von „gesundem Frühstück“ bzw. ihrer eigentlichen Motivation schaffen sollten.

Aber fangen wir Vorne an – Was bedeutet gesund sein? Man könnte gesund als die Abwesenheit von Krankheit definieren. Nun sind wir so schlau wie vorher, oder? Für mich bedeutet gesund sein dass ich meine gesamte Energie zur Verfügung habe, dass ich keine Schmerzen, körperliche oder geistige Leiden habe, dass ich Lust habe mich zu bewegen. Bin ich gesund, merke ich das außerdem daran, dass meine Fingernägel kräftig sind, meine Haut rein und meine Verdauung, nun ja sagen wir mal auf den Punkt ist.
Ich bin der festen Überzeugung, dass alles was ich esse, auch von meinen Zellen aufgenommen wird. So kann ich gut einige Abweichungen von meinem Gesunden-Ich-Zustand als frühe Warnzeichen identifizieren und in der Regel auf bestimmte Nahrungsmittel zurück führen.

zuckerfreies Bananenbrot zum Frühstück

Nachhaltig ist ein Lebensstil jedoch nur dann, wenn man sich nichts verbietet und in Maßen auch mal zu Lebensmitteln greift, die vielleicht nicht so optimal sind. Bestes Beispiel bei mir ist der Wein: Wenn ich mit mir im Reinen und in einer entspannten Situation bin, kann mir ein Glas Wein richtig gut tun, so dass mir auch mal ein zweites Glas nicht schadet. Häufen sich die „Weinmomente“ jedoch innerhalb eines kurzen Zeitraums oder trinke ich mal ein Glas außerhalb dieser Wohlfühlzone, so spüre ich spätestens am nächsten Tag wie meine Haut, meine Verdauung und mein Ruhepuls negativ auf dieses Lebensmittel reagieren.

Im Grunde lässt sich dieses Beispiel beliebig auf andere Lebensmittelgruppen erweitern: Brot, Käse, „normaler“ Kuchen – alles Lebensmittel die mir persönlich in den meisten Situationen nicht bekommen. Esse ich sie in der richtigen Situation, nämlich dann wenn ich mit mir in Verbindung stehe und wirklich echten Appetit auf diese Lebensmittel habe, bekommen sie mir ganz hervorragend. Verpasse ich diesen Slot oder ignoriere das Stop-Signal, reagiert mein Körper ziemlich unmittelbar darauf.
Worauf möchte ich hier eigentlich hinaus? Es gibt keine per se ungesunden Lebensmittel. Wir haben einfach aufgehört bzw. verlernt auf die Signale unseres Körpers zu hören.

Birnen, Zwetschgen und deutsche Weinbergpfirsiche

Die Basis deiner gesunden Ernährung sollte immer aus echten, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln bestehen: Frisches Gemüse, Obst, (Pseudo-) Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse. Und zwar immer genau die Sorte, die dir am besten bekommt. Du fühlst dich müde nachdem du Brot gegessen hast? Versuche es mit Brot aus vollem Korn mit Sauerteig. Immer noch nicht besser? Schon mal ein Brot aus Buchweizen probiert? Getoastet schmeckt das echt lecker.
Oder fühlst du dich immer aufgebläht nachdem du Kidneybohnen gegessen hast, liebst aber Chili con / sin Carne über alles? Wie wäre es mit Kichererbsen statt dessen? Die Natur schenkt uns eine so unendlich große Auswahl an Lebensmitteln – es gibt keinen Grund irgendetwas zu essen das uns nicht bekommt, auch wenn es noch so lecker schmeckt. Wenn du deinen Körper liebst und möchtest, dass er dir so lange wie möglich als Instrument, deine Umwelt zu erleben, in vollem Umfang zur Verfügung steht, behandle ihn gut. Es ist eine Frage Wertschätzung für den eigenen Körper solche Lebensmittel zu meiden, die ihm nicht gut bekommen. Es gibt immer Alternativen!

Lavendel und Birnen Arrangement

Puh, endlich ist es raus 🙂 An zweiter Stelle steht für mich die Verwendung möglichst regionaler und saisonaler Produkte. Der Hintergrund ist eigentlich ganz einfach:  Gemüse und Obst in der Saison, das idealerweise vom (Bio-) Bauern nebenan kommt, ist erntefrisch und reif, so dass es uns mit genau den Vitaminen und Nährstoffen versorgt, die wir in unseren Breitengraden benötigen. Natürlich genieße ich ebenfalls den Luxus der Globalisierung – hey, Bananen und Avocado sind hervorragende Lebensmittel. Aber die Basis sollte meiner Meinung nach aus der „Nachbarschaft“ kommen.

Und was habe ich meiner Freundin nun empfohlen? Erst einmal habe ich sie ein paar Fragen beantworten lassen:
Süß oder herzhaft?
Abwechslung oder jeden Tag mehr oder weniger dasselbe?
Wie fühlst du dich nach einem klassischen Brötchenfrühstück?
Wann bekommst du morgens überhaupt Hunger? Zu Hause? Unterwegs? Auf der Arbeit?

Wir sind bei einem süßen Frühstück gelandet, das man gut unterwegs essen können muss. Hier eignen sich wunderbar Overnight Oats, Bananenbrot mit Nussmus, Müsli to Go oder ein bis zwei Scheiben Vollkornbrot mit Chia-Marmelade und Nussmus. Und natürlich habe ich dazu ein Pinterest Board erstellt…

Glutenfreies Bananenbrot ohne raffinierten Zucker

Ich persönlich tue mich wahnsinnig schwer damit, immer dasselbe zu frühstücken. Jeder Tag beginnt für mich anders und das ist auch gut so. Es macht meiner Meinung nach recht wenig Sinn, das eine perfekt gesunde Frühstück auszuloben – das gibt es nämlich nicht. Jeder Mensch ist anders und jeder Tag ist anders. Hört auf die Signale eures Körper und ihr werdet genau die für euch heute richtige Entscheidung treffen. Und übrigens: Wenn du mal keinen Hunger zur gewohnten Uhrzeit hast, dann pack dir dein Frühstück ein und iss es einfach später.

Selbstverständlich lasse ich euch nicht ohne Rezept gehen: Bananenbrot mit Nussmus à la Foodflüsterin. Ohne raffinierten Zucker, glutenfrei und super saftig. In Scheiben geschnitten lässt es sich prima einfrieren. Hole es einfach abends vorher aus dem Gefrierfach, toaste es kurz am Morgen an, Nussmus drauf und du hast ein super schnelles Frühstück.

Bananenbrot à la Foodflüsterin

  • Portionen: 12
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Zutaten

  • 6 sehr reife Bananen
  • 12 Datteln
  • 2 Tassen Hafermehl
  • 1 Tasse Kokosmehl
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Vanille
  • 1 TL Zimt
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 Tasse Haferdrink
  • Außerdem
  • 1 Hand voll Haselnüsse / Walnüsse
  • 1 Hand voll Maulbeeren

Anweisungen

  1. Heize den Backofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vor.
  2. Püriere Datteln, Bananen, Eier, Kokosöl und Haferdrink zu einer glatten Masse.
  3. In einer separaten Schüssel, mische die trockenen Zutaten.
  4. Rühre nun die Dattel-Bananenmasse unter die trockene Mischung, bis keine Klumpen mehr übrig sind.
  5. Gebe Walnusskerne und Maulbeeren hinzu und verteile diese durch rühren gut im Teig.
  6. Lege eine Kastenform mit Backpapier aus und gebe deinen Teig hinein. Schneide ggf. noch eine weitere Banane zur Deko in der Mitte längs durch und drücke sie sanft mit der abgerundeten Seite nach unten in deinen Teig.
  7. Backe das Bananenbrot für 1 Stunde bei 160°C und anschließend nochmal für 20 Minuten bei 180°C.

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