Fröhliche Weihnachten / Festtagsmenü

Ok ok ich bin einen Tag zu früh mit meinen Weihnachtsgrüßen, ich hoffe du siehst mir das nach. Ich öffne mich dir heute mit ein paar Gedanken zum Thema Einsamkeit über die Feiertage und ich verrate dir mein Menü für ein genussvolles Weihnachtsfest.

Wenn du mir auf Instagram folgst, hast du sicherlich mitbekommen, dass sich gerade eine Menge tut: Trennung, Wohnungssuche und ein hoher Workload im Büro. Wie gut, dass ich jetzt erst einmal ein paar Tage frei habe. Früher dachte ich immer, als Single in der Vorweihnachtszeit fühlt man sich ganz besonders einsam. Dieses Bild wird ja durchaus durch die Medien gefördert. Für mich kann ich das jedoch nicht unterschreiben, ganz im Gegenteil. Ich bin umgeben von so unfassbar liebevollen und liebenswerten Menschen, dass ich mich gar nicht einsam fühlen kann: Meine Familie, meine Freunde, Team im Büro (eigentlich schon in der Kategorie Freunde enthalten) und die tollen Menschen die ich in diesem Monat kennen lernen durfte.

Zugegeben, eine gelernte Angst vor dem Alleine-Sein ist auch bei mir vorhanden. Diese Angst hat jedoch auch eine wichtige Funktion: Sie mobilisiert mich, bringt mir meine Spontaneität wieder zurück und gibt mir Mut auf andere Menschen zu zugehen. Die Angst vor dem Alleine-Sein hebelt die Angst davor verletzt zu werden aus, so dass ich mich quasi ganz von selbst aus meinem Schneckenhaus rausgetraut habe. Wie du siehst kann man sogar dankbar für seine Ängste sein.

Sobald ich einen gesunden Umgang mit dieser Emotion gefunden hatte, fiel es mir gar nicht mehr schwer wieder einen Abend zu Hause zu sein. Ganz ohne mich in Arbeit oder meinem Blog zu verkriechen. An einem dieser Abende ist die Idee entstanden, dass ich doch ein kleines Weihnachtsfest auch für mich alleine ausrichten kann. Natürlich bin ich Heiligabend mit meinen Eltern und meiner Schwester (plus 5 (!!!) Hunden) zusammen. Aber ich wollte eben in diesem Jahr auch einen Weihnachtsabend mit mir verbringen: Ich decke mir den Tisch hübsch, ziehe mein bestes Date-Kleid an und koche ein 3-Gänge Menü. Dazu ein Gläschen Wein und weihnachtlich stimmungsvolle Musik.

Gesagt getan. Stellt sich nur die Frage, was ich denn essen möchte. Für mich sind Jakobsmuscheln der Inbegriff des erschwinglichen Luxus. Eine alleine reicht schon aus, um aus einer einfachen Speise ein absolutes Highlight zu machen. Sie sollte nach dem Braten Außen eine leichte Bräunung haben, jedoch innen noch fast roh sein. Alleine wenn ich daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Das soll also meine Hauptspeise werden. Serviert werden die Muscheln auf einem herrlich süßen Karotten-Kürbis-Püree. Dazu reiche ich einen lauwarmen Salat aus gerösteten Rosenkohl-Blättern mit Äpfelchen und Kürbiskernen. Perfekt! Die Schritt für Schritt Anleitung habe ich dir in einer Info-Grafik am Ende der Seite eingebunden.

Fehlen nur noch Vor- und Nachspeise. Ich bin zwar kein Suppen-Kasper, aber ich hätte schon mal wieder Lust auf ein Süppchen. Wie wäre es denn mit einer Kombination aus Erbsen und Minze, mit Kokosmilch und etwas rosa Pfeffer? Klingt abenteuerlich, meinst du? Vielleicht, aber die einzelnen Zutaten ergänzen sich in der richtigen Dosis einfach perfekt und ergeben ein harmonisches Geschmacks-Erlebnis. Das Rezept findest du am Ende des Beitrags.

Das tollste Dessert, das ich mir vorstellen kann, ist eine klassische Mousse au Chocolat. Aber mit der ganzen Butter, naja, so semi-gesund. Deshalb gibt es heute als Alternative eine Mousse auf Aquafaba-Basis. Was ist denn jetzt schon wieder Aquafaba, fragst du sicherlich. Nun, das ist eigentlich nichts anderes als das Wasser in dem die Kichererbsen im Glas oder der Konserve schwimmen. Glaub mir, es schmeckt wirklich gut und ganz sicher nicht nach Kichererbsen.

Ich nehme dafür am liebsten die Bio-Kichererbsen aus dem Glas vom REWE. Du tropfst die Kichererbsen einfach über einer Schüssel ab und fängst das Wasser dabei auf. Jetzt schlägst du das Wasser etwa fünf bis zehn Minuten mit einer Prise Salz auf. Gegen Ende kannst du noch etwas Kokosblüten-Zucker vorsichtig während des Vorgangs in den Schnee rieseln lassen. Damit du dich nicht zehn Minuten von deiner Küchenmaschine hypnotisieren lassen musst, kannst du ja schon mal die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Am schnellsten geht das natürlich, je kleiner du die Schokolade vorher gehackt hast. Zieltemperatur ist, dass die Schokolade gerade so geschmolzen, aber nicht heiß ist (etwa Körpertemperatur). Nun kannst du die Schokolade ganz vorsichtig häppchenweise unter den Kichererbsen-Schnee heben. Für den winterlichen Touch gebe ich gerne noch eine Prise Zimt und Kardamom hinzu, aber auch etwas geriebene Tonka-Bohne schmeckt super in der Mousse. Nun verteilst du die Mousse auf hübschen Schalen und stellst sie für mindestens drei Stunden in den Kühlschrank. Et voilà.

Ich liebe es, mir für mein Essen richtig viel Zeit zu nehmen, jeden Bissen zu genießen und auf der Zunge zergehen zu lassen. Vor allem wenn ich weiß, wie viel Arbeit und Liebe in einem Essen steckt, möchte ich jedes Molekül schmecken und wertschätzen.

Nun wünsche ich dir aber besinnliche Weihnachten und ein tolles Fest mit deiner Familie.

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