Veganer Kürbiskuchen

Ein frohes neues Jahr wünsche ich dir erst einmal. Heute erfährst du, wie sich in drei Anläufen der Karotten- in einen Kürbiskuchen gewandelt hat und warum dieses Rezept in keiner anderen Zeit hätte so gut gelingen können.

Dieses Silvester durfte ich mit Freunden in der Eifel verbringen. Programm oder Pläne gab es keine. So bin ich mit der Erwartung an diesen Kurzurlaub gegangen, dass wir viel wandern, ich früh morgens die Zeit für Laufen und Fitness finde und eventuell auch eine kleine Yoga-Einheit einlegen kann. Besonders habe ich mich auch darauf gefreut für und mit den anderen zu Kochen.

Normalerweise schaffe ich es ohne Schwierigkeiten, meinen Sportbedarf im Urlaub zu decken. Sicher fällt häufig mal eine Einheit unter den Tisch. Aber nicht eine einzige Sport-Session (abgesehen von zwei Wanderungen) umzusetzen, das habe ich schon sehr lange nicht geschafft. Das ist aber auch in Ordnung so. Soll ich dir verraten, warum? Wir haben einfach in den Moment hineingelebt und uns dem kindlichen Spaß hingegeben. Wenn du dich an meinen Beitrag von letzter Woche erinnerst, ist es genau das, was ich in diesem Jahr stärker fördern möchte.

Was hat das nun mit Karottenkuchen zu tun? Nun, als wir Sonntag in der Ferienwohnung ankamen, war ein Teil der Gruppe bereits am Frühstücken, wohlgemerkt war es bereits 13h. Wir stimmten mit einem Kaffee in die gemütliche Frühstücks-Entspannung mit ein und ehe ich mich versah hatte sich aus dem Gespräch heraus das Vorhaben entwickelt, einen Karottenkuchen zu backen.

Ich weiß nicht warum, aber Karottenkuchen gehört ebenfalls zu den Dingen, die mich an meine Schwester (die unseren tollen Eifel-Urlaub übrigens organisiert hat) erinnern. Also doch, eigentlich weiß ich warum: Wir sind vor ein paar Jahren einmal mehrere Stunden durch Rotterdam getigert, auf der Suche nach einem Stück Karottenkuchen für mich. Außerdem durfte ich bei einem Besuch meiner Schwester in Berlin den bisher absolut besten Karottenkuchen überhaupt probieren: So fluffig im Inneren, mit einer knusprigen Kruste im Außen, gekrönt mit einer zarten und nicht zu süßen Frischkäsecreme.

Zurück in die Eifel: Wir, also ich, wollten nun Karottenkuchen backen. Ich bin in letzter Zeit so sehr darauf getrimmt, alles glutenfrei zuzubereiten, dass ich kaum mehr vegane Rezepte entwickle. Nun hatten wir aber nur Weißmehl vor Ort und eine Veganerin dabei. Zum Glück hatte ich gaaaanz zufällig Chiasamen und einen Großvorrat Datteln im Gepäck. Womit man eben so verreist. Die Datteln habe ich in Ermangelung einer Küchenmaschine klein geschnitten, die Chiasamen in Wasser eingeweicht und Mehl, Backpulver, Öl, Rohrzucker und Walnusskerne zusammengeworfen. In der Zwischenzeit haben sich die Anderen auf eine Wandertour begeben und als sie zurück kamen, hat ein herrlich duftender, veganer Karottenkuchen auf sie gewartet. Das Ergebnis habe ich euch in meiner Insta-Story vom vergangenen Sonntag präsentiert. Und obschon niemand wirklich Hunger hatte, so hat es kaum eine halbe Stunde gedauert, da war der Kuchen aufgegessen.

Es hat uns allen so gut geschmeckt, dass ich ihn gleich noch einmal zubereiten wollte. Dieses Mal allerdings mit dem Ziel, das Weißmehl durch Dinkelvollkornmehl zu ersetzen, denn wir bekamen die Gelegenheit noch kurz in den Supermarkt zu hüpfen. Außerdem wollte ich doch gerne auf den Rohrzucker verzichten. Dafür habe ich also die klein geschnittenen Datteln dieses Mal gemeinsam mit den Chia-Samen für ein paar Stunden in Wasser eingeweicht. Wie der Zufall so wollte, verreise ich auch mit einem halben Glas Haselnussmus, so dass ich hiermit einen Teil des Öls ersetzen konnte. Das Ergebnis war noch besser als der erste Kuchen, mit einer knautschig saftigen Konsistenz und einer fruchtigen Süße. Die Datteln bringen jedoch den Nachteil mit sich, dass die Farbe des Kuchens bräunlich wird und die Karottenraspeln darin gar nicht mehr erkennbar sind. Aber dem Geschmack tut das ja keinen Abbruch, und darum geht es doch, oder?

Jedenfalls war das zweite Rezept geschmacklich schon auf einem sehr hohen Niveau, so dass ich es unbedingt mit dir teilen wollte. Also habe ich mich, kaum dass ich zurück in Köln war, an die Umsetzung des dritten Karottenkuchens (innerhalb nur einer Woche) begeben. Ich ließ meinen Blick durch die Schränke gleiten, ob ich alle erforderlichen Zutaten im Haus habe. Und was fehlt? Die Möhren natürlich. Statt dessen lachte mich ein Butternut-Kürbis an. Hm… Warum also nicht den verwenden? Gesagt, getan. Geraspelt sieht er ja genau so aus wie Karotten. Das war eine so glückliche Schicksalsfügung, denn lass mich dir sagen, dieser Kürbiskuchen schlägt einfach alle Karottenkuchen, die ich je selbst gemacht habe. Er ist wundervoll saftig, natürlich süß und hat dabei eine so zarte Kruste.

Und so wurde aus einem Karotten- ein Kürbiskuchen. Er schmeckt sowohl pur, als auch mit einem hauch veganem Frischkäse oder Erdnussmus. Durch den hohen Nährwert-Gehalt der Zutaten, eignet sich der Kürbiskuchen nicht nur als Nachmittags-Snack, sondern gibt auch ein hervorragendes Frühstück ab. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung habe ich dir unten abgetippt.

Bon Appetit!

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