Cremiges veganes Curry mit Kürbis und Erbsen

Meistens soll die Zubereitung unserer Mahlzeiten so schnell wie möglich gehen. Dass dies nicht zwangsläufig mit Abstrichen in Geschmack oder Gesundheit einher geht, zeige ich dir regelmäßig auf meinem Blog. Heute möchte ich mir jedoch mit dir gemeinsam ausnahmsweise mal richtig viel Zeit für die Zubereitung eines herrlich cremigen veganen Currys mit Kürbis und Erbsen nehmen.

Am Freitag kam mir der Wunsch, mich so richtig ausgiebig dem Prozess des Kochens hinzugeben. Frühstück und Mittagessen durften noch schnell gehen, da ich an meinem Homeoffice-Tag die Priorität in der Gestaltung meiner Pausen eher auf Joggen bei Tageslicht sowie Hundespaziergängen gelegt habe. Damit sich der Arbeitstag nicht bis in den späten Freitagabend ausdehnt, greife ich lieber auf vorbereitete Mahlzeiten zurück. Umso schöner ist es doch, wenn man auf ein entschleunigendes Event am Abend hinfiebern darf.

Nicht nur für das Zubereiten selbst, sondern auch für die Vorbereitung wollte ich mir Zeit lassen. Beim Durchgehen meiner Gewürze landete ich schnell bei der Planung eines Currys. Nachdem der letzte Kürbis, in Ermangelung der Karotten, im Kuchen gelandet ist, ist es mal wieder höchste Zeit für ein herzhaftes Kürbis-Gericht. Wusstest du übrigens, dass sich aus Kürbis ganz tolle Saucen zubereiten lassen, wenn du ihn nur langsam und lange genug kochst? Fügst du noch etwas Joghurt hinzu, so erhälst du eine wunderbar cremige Basis für unser Curry. Für eine dezente Süße sowie für einen perfekten Farbkontrast zum Orange unseres Kürbisses geben wir ein paar Erbsen in das Gericht.

Mit dieser Planung im Hinterkopf bin ich also einkaufen gegangen. Schön wäre natürlich ein Wochenmarkt gewesen, aber am Freitag Abend um 17h habe ich da wohl schlechte Chancen. Wie gut, dass ich den REWE ganz in der Nähe habe. Als die Kassiererin die Waren so über das Kassenband zieht, wurde mir mal wieder bewusst: Ich bin schon eine ganz schöne Bio-Tante geworden. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich vor fünf Jahren noch einen riesigen Bogen um Bio-Produkte gemacht habe, nicht nur aus Kostengründen. Und jetzt? Das einzige Produkt ohne Bio-Label war heute eine Flasche sorgfältig zum Essen passend ausgewählter Côtes du Rhône. Neben dem Meiden von Pestiziden entscheide ich mich für Lebensmittel in Bio-Qualität in erster Linie des Geschmacks wegen. Vor allem bei Tomaten fällt mir immer wieder auf, dass das Bio-Produkt einfach besser schmeckt. Aber ich möchte dich gar nicht belehren, sondern lediglich meine Erfahrung mit dir teilen.

Nachdem ich die Einkäufe also mit dem Fahrrad nach Hause transportiert hatte, öffnete ich erst einmal den Wein, so dass dieser gut durchatmen kann. Noch ein paar Kerzen und etwas Musik für eine stimmungsvolle Atmosphäre und schon kann es losgehen.

Normalerweise sind meine Handgriffe beim Kochen gut synchronisiert und effizient: Öl in die Pfanne, während das Öl heiß wird die Zwiebeln schneiden, während die Zwiebeln brutzeln das Gemüse vorbereiten… Aber heute wollen wir uns ja richtig viel Zeit nehmen und jegliche Hektik meiden. Daher bestand Schritt eins heute aus Waschen und Schneiden sämtlicher Zutaten. Inzwischen hatte der Wein eine angemessene Zeit zum atmen, also gönne ich mir ein Päuschen, setze mich hin und genießen zwei bis drei sehr achtsame Schlücke dieses facettenreichen Getränks. Den Rest hebe ich mir für das Essen später auf.

Apropos, so langsam wollen Zwiebeln und Knoblauch angebraten werden. Senfsaat und Kürbis hinzu und den Kürbis sehr lange auf mittlerer Hitze kochen. Was macht man in der Zwischenzeit? Ich habe mich an der Musik erfreut und den Fortschritt meines Currys beobachtet. Dabei durfte ich am Freitag eine so tiefe Dankbarkeit dafür erfahren, dass ich Zugang zu so gesunden und vielfältigen Lebensmitteln habe, dass es mir an nichts fehlt und ich ein so privilegiertes Leben führen darf. Ich genieße es sehr, dass ich mich gerade nicht beeilen muss. Es ist wundervoll, einfach in Ruhe meine Gedanken beobachten zu dürfen. Du siehst, Kochen kann eine absolut meditative Wirkung haben, wenn du dir den Rahmen dafür schaffst.

Die Ruhe und die Liebe, die du in die Zubereitung deiner Mahlzeit steckst, wirst du hinterher auch schmecken. Deine ausgeglichene Energie geht in das Essen über und es wird dir, genussvoll und langsam verzehrt, ganz sicher hervorragend schmecken und gut bekommen. Auch wenn du es in deinem Alltag nicht immer schaffen wirst, der Zubereitung deines Essens so viel Zeit zu widmen, so kann ich dir doch nur ans Herz legen zumindest gelegentlich mal einen Slow-Cooking Abend einzulegen.

Das Rezept mit allen Einzelschritten habe ich dir unten eingebettet. Ich wünsche dir noch einen tollen Sonntag!

Deine Foodflüsterin

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