Frühlingsbowl mit Spargel und Bärlauchpesto

Bei jedem noch so kleinen Sonnenstrahl zieht es mich nach Draußen. Selbst an Tagen an denen ich nicht aus dem Haus komme, macht mich der Frühling unbeschreiblich glücklich. Geht es dir da ähnlich? Mit dem Wechsel der Jahreszeiten verlagert sich auch der Appetit auf bestimmte Lebensmittel. Daher ergreife ich heute noch einmal die Gelegenheit, um über das Intuitive Essen einzugehen und habe dir, passend zum Frühling, eine Bowl mit frischem Spargel, selbst gemachtem Bärlauchpesto und weißen Riesenbohnen mitgebracht.

In den letzten beiden Woche bin ich das erste Mal wieder dazu gekommen, in mich zu gehen und hinein zu hören. Ihr wisst ja, dass ich ein großer Verfechter des intuitiven Essens bin und immer darum bemüht bin gut auf meinen Körper zu achten, so dass ich ihm genau das zuführe, was er braucht. Aber irgendwie hat sich zuletzt wieder ein Automatismus eingeschlichen, der es mir zwar ermöglicht, mich effizient durch meinen Alltag zu bewegen, auf der anderen Seite aber nicht immer im Einklang mit den Bedürfnissen meines Körpers steht.

Sicher ernähre ich mich gesund, gönne mir aber auch gelegentlich etwas. Zum Mittag esse ich am liebsten eine riesige Salatbowl und mit Trockenfrüchten und Nüssen als Snack kann man nicht viel falsch machen. Genauso kann ich mir einen Tag ohne meine geliebte Sporteinheit kaum vorstellen. An sich ist das genau das Zielbild, so wie ich mir eben meine Ernährung und mein Verhältnis zu Sport vorstelle. Was sich nun aber eingeschlichen hat, ist dass ich meine Gewohnheit nicht mehr hinterfragt habe: Brauche ich heute vielleicht einen Rest-Day oder laufe ich heute vielleicht Gefahr, mich beim Training zu verletzen? Braucht mein Körper vielleicht heute mal etwas stärkehaltigere Kohlenhydrate? Esse ich genug oder zu viele Fette? Worauf habe ich gerade wirklich Appetit und was möchte mein Körper mir damit sagen?

Ähnlich unintuitiv habe ich die Snacks gehandhabt: Du kennst ja meine Schwäche für Möhrenkuchen… Eine Kollegin brachte anlässlich ihres Geburtstags diesen herrlich aussehenden Kuchen mit. Ich weiß ganz genau, die Chancen stehen 50 – 50, dass ich ihn vertrage. Wenn ich mit mir im Einklang stehe, hinterfrage ich, wie es mir wohl gehen wird, nachdem ich diesen Kuchen gegessen habe. Hätte ich das an diesem Tag auch getan, wäre ich zu der Erkenntnis gekommen, dass mir die Wahrscheinlichkeit für Bauchschmerzen zu groß ist, insbesondere da ich ja Abends noch meinen Sportkurs geben wollte. Hätte und wäre… Du kannst dir sicherlich schon denken was passiert ist: Ich musste den Sportkurs absagen – wegen Bauchschmerzen. Für alle die mir noch nicht so lange folgen: Mit dem Kuchen war alles in Ordnung – mehr als in Ordnung: Der Kuchen war wahnsinnig lecker, fluffig und nussig und ich habe ihn ganz langsam und bewusst genießen können. Problematisch für mich ist die Laktose, an einigen Tagen mehr, an einigen weniger.

Dieses Ereignis hat in sofern etwas Gutes mit sich gebracht, als dass es mich aus meiner automatischen Alltagsschleife geworfen hat. Jetzt am Donnerstag habe ich also ganz besonders gut auf mich aufgepasst und nur solche Lebensmittel zu mir genommen, von denen ich weiß, dass sie mir bekommen: Spargel, Quinoa, Ei, Banane, Nüsse, Datteln… Und weißt du was? Ich habe mich fantastisch gefühlt und hatte so unfassbar viel Energie. Die Kursteilnehmer haben mich zwar zwischendurch verflucht, aber das ist wohl eher ein gutes Zeichen 😉 Ich nehme für mich also mit, dass es sich lohnt auf die Signale des Körpers zu hören.

Diese Bowl ist ein gutes Beispiel für ein bekömmliches Mittagessen. Mit Quinoa als gut verträgliche Kohlenhydratquelle als Basis kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Dazu habe ich ein Bärlauchpesto zubereitet und es in den Quinoa einmassiert. Das Rezept für das Pesto habe ich dir unten eingebunden. An faulen Tagen bzw. wenn ich nicht gut vorbereitet bin, greife ich schon mal auf Brot als Sättigungsbeilage zurück, mit dem Ergebnis dass das Mittagstief nicht lange auf sich warten lässt. Keine Experimente an Sporttagen: Ich möchte mich nach dem Essen leicht fühlen um voller Energie zurück an die Arbeit gehen zu können. Mit Quinoa oder Vollkornreis bin ich hier auf der sicheren Seite.

Auch wenn ich normalerweise für #eattherainbow plädiere, gelegentlich darf es auch mal eine farblich dezentere Zusammenstellung sein. Die Kombination aus grün und weiß bringt mir heute den Frühling regelrecht auf meinen Teller. Natürlich darf hier Spargel nicht fehlen: Ich liebe Spargel und möchte ihn am liebsten jeden Tag essen. Ok ok, um ehrlich zu sein esse ich tatsächlich fast jeden Tag Spargel. Ich bereite ihn am liebsten ohne Öl im Backofen zu, bis er gerade weich aber noch bissfest ist. Nicht weniger grün, ergänzen kurz angebratene Zucchini unsere Komposition sehr gut. Ich hatte noch ein paar Champignons im Kühlschrank, die unbedingt weg wollen und habe sie kurz bei hoher Hitze mit Zwiebeln angebraten. Für ein Plus an Protein lege ich noch ein paar weiße Riesenbohnen mit auf den Teller. Ich muss aber zugeben, an Mittagen, an denen der Sport noch vor mir liegt, meide ich Hülsenfrüchte eher. Statt dessen wähle ich wohl ein gekochtes Ei oder etwas geräucherten Tofu.

Zu guter letzt einen schönen Kleks Pesto in die Mitte der Bowl geben, etwas Salz und Pfeffer über das Gemüse geben und dekorativ Alfafa-Sprossen und Rettich-Kresse auf der Bowl anrichten. So lecker und so einfach.

Bon Appetit!

P.S.: Hörst du bei jeder Mahlzeit in dich hinein, um abzuwägen, welche Lebensmittel dir wohl gut tun werden? Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn du deine Erfahrungen mit dem intuitiven Essen mit mir über die Kommentarbox oder auf Instagram unter dem Post zu diesem Beitrag teilen würdest. Bis dahin wünsche ich dir ein wundervolles Wochenende!

 

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