Haselnuss Brownies – Maßvoller Genuss

Wie konnte das nur passieren? Und ich will der größte Schokoladen-Liebhaber und Brownie-Lover auf diesem Planeten sein? Über 40 Artikel habe ich nun schon verfasst und darunter ist nicht ein einziges Brownie-Rezept? Na, das ändern wir heute aber mal schön.

Stehst du auch so auf Schokolade wie ich? Oder bist du eher der Gummibärchen oder gar Chips-Typ? Früher habe ich mir Schokolade verboten, da ja jeder weiß: Macht dick und ist ungesund. Nun ja, in jungen Jahren gab es für mich nur zwei Arten mit einer Tafel Schokolade umzugehen: Meiden oder alles auf einmal aufessen. Ich bin so unendlich dankbar, dass ich aus diesem Verhalten rausgewachsen bin. Wie habe ich das gemacht, fragst du dich sicherlich. Nun, ich will es dir verraten: Eines Tages habe ich mir überlegt, dass es keinen Sinn macht, alles auf einmal zu essen und dass ich mehr davon habe, mir die Schokolade einzuteilen. Schön wär’s 😉

Der Prozess war relativ lang und fing mit dem regelmäßigen Hinterfragen an: Schmeckt mir diese Schokolade wirklich? Möchte ich jetzt wirklich Schokolade? Resultat war nun, dass ich keine Milka oder Ritter Sport mehr gekauft habe, nachdem mir aufgefallen war, dass mir diese Schokolade tatsächlich einfach nicht gut genug schmeckt um sie genussvoll auf der Zunge zergehen zu lassen. Es folgte eine ausgeprägt Lindt- und Belgische Meeresfrüchte-Schokolade Phase. Und als armer (und noch rauchender) Student, waren mir diese Süßigkeiten einfach zu teuer um sie zu verschlingen. Inzwischen haben sich meine Präferenzen hin zu roher Bio-Schokolade verlagert, am liebsten sehr dunkel und nur mit Kokosblütenzucker gesüßt. Würde ich das meinem Studenten-Ich erzählen, es würde mir einen Vogel zeigen. Aber nun gut, das Geld dass ich in den letzten sechs Jahren nicht verraucht habe, ist nahezu ausschließlich in ein Upgrade der Lebensmittelqualität übergegangen. Aber das wichtigste Kriterium ist, dass ich mir die Schokolade nicht verbiete oder einschränke: Es ist immer Schokolade im Haus und ich gebe mir die volle Erlaubnis davon zu essen, wenn ich wirklich Appetit darauf habe.

Inzwischen wechseln sich die Phasen, in denen ich mehr oder weniger Schokolade esse zyklisch ab. Mache ich viel Sport, ist das Verlangen nach Schokolade höher, was vermutlich an der hohen Magnesiumdichte liegt. Und ich stille den Bedarf wahlweise mit einem selbst gemachten Kakao (z.B. mit Chili &/ Zimt) oder eben mit etwas dunkler Schokolade. Im Moment habe ich wieder eine sehr stark ausgeprägte Schokoladenphase, vermutlich durch das intensive Lauftraining begünstigt. Aber das ist doch genau der richtige Augenblick, um mal wieder Brownies zu backen.

Tadaaa – mein neues Brownie-Lieblingsrezept. Neben Schokolade habe ich aktuell einen sehr stark ausgeprägtes Verlangen nach Haselnüssen. So kann ich mit diesen Brownies also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Natürlich sind sie vegan, glutenfrei und kommen ohne raffinierten Zucker aus. Naja nicht ganz: Ich hatte noch vegane Haselnuss-Schokolade im Haus, die ich in den Brownies verarbeitet habe.

Anstelle Ei habe ich Leinsamen in meinem Mixer geschrotet (aka kleingehexelt) und mit der doppelten Menge Pflanzendrink quellen lassen. Das Mehl besteht aus einem Haselnuss-Buchweizen-Mix und für eine leichte Süße habe ich Ahornsirup und (wen wundert es) Datteln eingesetzt. Ich liebe es, wenn meine Brownies super schokoladig und nur ein wenig süß sind. Magst du es lieber süßer, gib einfach (deutlich) mehr Ahornsirup hinzu. Die detaillierten Mengenangaben findest du auf der Rezeptkarte.

Die Brownies waren im Büro ratzfatz weg und ich habe noch vier Stück für später eingefroren. Wobei ich zugeben muss, das Maßhalten fällt mir bei diesem leckeren Kuchen nun doch schon wieder schwer. Ist ein Stück am Tag noch maßvoll? Oder zwei? Oder eins alle zwei Tage? Solange ich sie sehr bewusst esse, und auch nur dann wenn ich wirklich Appetit darauf habe, werde ich es schon maßvoll halten. Was auch immer das bedeutet 😉

Ich wünsche dir einen wundervollen Sonntag!

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