Pasta mit Fenchel an Tomatensugo

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich mal ein Pasta-Gericht veröffentliche, mit dem heutigen Beitrag ist es sogar schon das Zweite. Diese Kombination hat es mir aber wirklich angetan: Linsen, Fenchel, Oliven, Kapern und Tomaten sind ein unschlagbar gutes Team auf dem Teller.

Zunächst aber ein kurzes Update: In den letzten Wochen habe ich mich ein wenig aus den sozialen Medien zurück gezogen. Das begann zunächst mit einem Tag ohne Instagram Stories und führte letztlich dazu, dass ich auch mal von meinem Redaktionsplan abwich. Ich bin ja so ein ‚ganz oder gar nicht‘-Typ und habe diese Blog-Geschichte sehr straight durchgezogen. Dabei habe ich jedoch vollkommen aus den Augen verloren, dass es a) nur ein Hobby ist und b) ursprünglich dazu dienen sollte, meine leckeren und gesunden Rezepte für meine Liebsten und die Nachwelt festzuhalten. Und wisst ihr was? Je weniger ich auf Instagram aktiv bin, umso zufriedener bin ich mit mir und meinem Leben und umso ausgeglichener fühle ich mich. Schockierende Neuigkeiten, nicht wahr? Da ich nicht ständig das Handy in der Hand habe um die Arbeit anderer Menschen zu bewerten, kommt mein Geist nun viel einfacherer zur Ruhe. Gefühlt läuft die Zeit langsamer. Aber was heißt das nun für den Blog?

Da mir gesunde Ernährung sehr wichtig ist und es mir viel Spaß macht für uns (also dich und mich) die Rezepte zu entwickeln, wird es den Blog natürlich auch weiterhin geben. Einmal abgesehen davon, dass ich es liebe die Gerichte in Szene zu setzen, abzufotografieren und zu beschreiben, ist der Blog auch ein ganz toller Ausgleich zu meinem Datenschutz-Alltag 😉

Was sich aber ändern wird: Instagram werde ich nur noch sehr sporadisch bedienen und gelegentlich wird wohl mal ein Sonntag ohne Post auskommen müssen, ich hoffe ihr seht mir das nach.

Nun war das Update doch ausführlicher als geplant. Kommen wir also zu dieser herrlichen Pasta. Ich habe dieses Gericht anlässlich des Wiedersehens eines „alten“ Freundes zubereitet. Es sollte schnell gehen, nicht zu schwer sein und eine möglichst unkomplizierte Geschmacksvielfalt darbieten. Was meine ich mit unkompliziert? Nun, als Gastgeber steht man bei der Auswahl der Rezepte häufig vor der Frage: Was wird meinem Gast wohl schmecken? Was isst er vielleicht nicht? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen mit sehr feinen Geschmacksnerven bitter nicht so gerne essen. Als eingefleischter Kaffee, Chicorée und Grapefruit-Liebhaber kann ich das natürlich nur schwer nachvollziehen 😉 Was sind also die Basics, mit denen man auch schwierige Esser bekommt? Wichtig hier ist, den Schwerpunkt auf Süße zu legen, wie beispielsweise mit stärkehaltigen Lebensmitteln (Rote Bete, Süßkartoffel, Kürbis, Pasta) oder eben Tomaten. Wobei Tomaten ja auch eher zu Früchten gezählt werden. Ist dir mal aufgefallen, wie zuckersüß Fenchel wird, wenn du ihn im Backofen zubereitest?

Dieses Gericht ist super schnell zubereitet, ich brauche gerade mal 20 Minuten mit einer guten Taktung und einer geschickten Organisation. Und doch ist das Geschmackserleben so vielseitig und das Ergebnis macht optisch wirklich was her.

Die meisten Zutaten hast du sicherlich auch zuhause: Nudeln (ich habe Dinkelvollkorn-Linguini verwendet), Linsen (z.B. Beluga), eine Dose Tomaten, Cayenne-Pfeffer, Paprikapulver, Salz, Pfeffer… Je nach deiner Präferenz kannst du Oliven, Kapern &/ Pinienkerne ergänzen. Und das wichtigste nicht zu vergessen: Das Gemüse bzw. hier den Fenchel.

Wir beginnen mit dem Zubereiten der Linsen nach Packungsanleitung. Du fragst dich nun sicherlich, was die Linsen in der Pasta zu suchen haben. Für diese ungewöhnliche Kombination habe ich mich aus zwei Gründen entschieden: Zum einen bilden Sie einen ganz tollen farblichen Kontrast zu den hellen Nudeln und der intensiv-roten Tomatensauce. Auf der anderen Seite kann derjenige, der nicht so gerne Nudeln isst (ja, sowas soll es geben) vermehrt den Teller mit den kleinen schwarzen Hülsenfrüchten füllen.

Anschließend achtelst du den Fenchel, massierst ein wenig Olivenöl und Salz ein und backst ihn etwa 20 Minuten mit der Umluft-Grill-Funktion bis das Gemüse gar ist. Als nächstes widmen wir uns unserer Tomatensauce: Dafür schneiden wir eine Schalotte in kleine Würfel und hacken oder quetschen drei kleine Knoblauchzehen sehr fein. Kurz anbraten, Tomaten drauf, würzen und gut einkochen lassen. Während also der Fenchel im Ofen schmort und die Tomatensauce auf dem Herd einkocht kannst du prima die Nudeln schon mal zubereiten. Kurz vor Ende der Kochzeit gibst du Oliven und Kapern in die Tomatensauce.

Wer eben gut aufgepasst hat wird bei den eingesetzten Oliven sicherlich einwenden, dass das doch definitiv in die Kategorie bitter fällt. Recht hast du. Der Vorteil hier ist, dass die Oliven sowohl mitgekocht als auch nachträglich drapiert hervorragend in dem Gericht schmecken. Fehlen eigentlich nur noch die Pinienkerne: Kurz ohne Öl in einer Pfanne goldbraun anrösten und hinterher über die angerichteten Teller geben.

Noch ein kleiner Tipp für Nicht-Veganer: Ersetze doch mal die Pinienkerne durch frisch gehobelten Parmesan.

Uns hat es jedenfalls prima geschmeckt und gut gesättigt. Damit habe ich bisher noch jeden schwierigen Esser überzeugen können.

Viel Spaß beim Nachkochen und Bon Appetit!

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