Rhabarber-Streusel zum Muttertag

Zum Muttertag hat mich eine so große kreative Energie gepackt, dass ich nicht nur ein sondern gleich vier gesunde süße Rezepte kreiert habe. Eines davon, den Rhabarber-Streuselkuchen, möchte ich heute gerne mit dir teilen.

Kennst du das? Tagelang kannst du dich nicht dazu aufraffen, etwas gescheites zu kochen, geschweige denn zu backen? Und ganz plötzlich, wie eine Eingebung, kannst du gar nicht mehr anders als in die Küche zu eilen und dich einmal so richtig auszutoben? Genau so ein Wochenende hatte ich vor Muttertag.

Freitags im Homeoffice habe ich die Nähe zum Gefrierfach schamlos ausgenutzt: Jede halbe Stunde habe ich mich vom Laptop weggeschlichen, um die Eiscreme einmal umzurühren und die Eiskristalle zu zerstören, so dass das Ergebnis maximal cremig werden kann. Abends habe ich noch ein Blech Cookies gebacken, denn wer liebt nicht Eis mit Keksstückchen?

Samstags bin ich sehr sehr früh zum Wochenmarkt um dort den frischen Rhabarber zu kaufen. Ich dachte, ich nehme lieber mal zwei Bund mit. Nicht dass mir hinterher das Obst für die Füllung ausgeht. Zu dem Zeitpunkt war ich übrigens noch unentschlossen ob ich Crumble oder Streuselkuchen zubereiten möchte. Zur Sicherheit habe auch noch ein paar Erdbeeren und Blaubeeren geholt. Du siehst, ich wollte meinen kreativen Flow jetzt noch nicht in eine bestimmte Richtung bündeln und ihn sich erst einmal weiter entwickeln lassen.

Da ich die Ergebnisse möglichst frisch am Sonntag präsentieren wollte, habe ich die Zubereitung auf den Folgetag geschoben. Stattdessen habe ich Samstagabend für die Zubereitung eines super schokoladigen Granolas (warum sagt eigentlich niemand mehr Knuspermüsli?) genutzt. Allerdings war es einfach zu lecker: Das Fotografieren habe ich vertagt und nun ist es leider leer. Immerhin habe ich hier das Rezept sehr genau festgehalten, so dass ich es sehr sicher bald reproduzieren und für dich ablichten kann.

Kommen wir aber zurück zu unserem Rhabarber: Wer sagt eigentlich, dass man sich entscheiden muss? Ich habe einfach beides zubereitet. Für den Rhabarberkuchen wähle ich eine Kombination aus Rhabarber, Erdbeeren und Vanille, das weckt in mir immer schöne Kindheitserinnerungen.

Lass mich mal nachsehen, was der Vorratsschrank so hergibt: Haferflocken, gekeimtes Müsli, Kokosflocken, Datteln (was sonst) und Sonnenblumenkernmus. Ich versuche aktuell, so gut es geht auf Öl zu verzichten und statt dessen die ganze Nuss bzw. Nussmus zu verwenden. Hintergrund ist, dass ich es etwas widersprüchlich finde, raffinierten Zucker abzulehnen, aber Öl zu verwenden. Ich habe es noch nicht vollends recherchiert, werde dich hierzu aber ganz sicher in den kommenden Wochen noch abholen. Sonnenblumenkernmus ist übrigens deutlich günstiger als Mandel- oder Cashewmus. Fühle dich aber frei, ein anderes Nussmus als gesunde Fettquelle zu verwenden.

Wir starten mit dem Fruchtkompott: Dafür schneide ich die Rhabarberstangen (natürlich nachdem ich sie gewaschen habe) in etwa 2 cm dicke Stücke. Da ich die kleinen Erdbeeren gekauft habe, musste ich diese nur halbieren und den Stiel entfernen. Beides gebe ich mit dem Saft einer halben Zitrone, einer Prise Salz, Vanillepulver und einem Süßungsmittel meiner Wahl (Honig, Ahornsirup, Kokosblütenzucker) in einen Kochtopf und koche die Zutaten zu einem schönen Kompott ein. Optional kannst du den Prozess auch etwas beschleunigen, indem du Leinsamen zu einem feinen Pulver mahlst (z.B. im Mixer) und das Kompott damit etwas andickst.

Währenddessen bereite ich schon einmal die Basis vor: Dafür werfe ich die Datteln mit dem Nussmus in einen Foodprocessor (Küchenmaschine) und verarbeite es mit Apfelessig und ein klein wenig Kokosöl zu einer dicken Paste. In meinem Mixer mahle ich Haferflocken und etwas gekeimtes Müsli zu einem feinen Mehl und mische es zusammen mit Backpulver und Salz unter die Dattelmasse. Das Ergebnis drücken wir nun in eine Backform. Mein Blech hatte die Maße 28 x 23 x 4 cm. Darauf verteilen wir nun das Rhabarberkompott und heizen den Backofen schon mal auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Kommen wir nun zu meinem Lieblingspart, den ich gleichermaßen auch am meisten fürchte: Die Zubereitung der Streusel. Denn in der Rezeptentwicklung muss man ja leider stetig abschmecken, damit das Ergebnis auch ja gut wird. Da passiert es schon mal, dass ich diese Aufgabe so ernst nehme, dass ich dann bei der Kuchentafel selbst weder Appetit noch Hunger habe. Ok, das stimmt nicht ganz: Hunger habe ich tatsächlich keinen, Appetit auf Kuchen vergeht mir so schnell aber nicht.
Die Streusel also: Auch hier greifen wir auf eine Mischung aus gekeimtem Müsli und Haferflocken zurück. Allerdings hexeln wir es dieses mal nur sehr grob durch den Mixer, geben noch Kokosflocken hinzu, Salz, Datteln und Nussmus – et voilà. Die Konsistenz ist dann richtig, wenn du die Krümel zusammendrückst, sie so bleiben. Wenn du sie zwischen den Fingern zerdrückst sollten sie aber schnell wieder krümelig werden. So verteilen wir also die Streusel in mal mehr mal weniger groben Stücken über dem Fruchtkompott bis alles gut bedeckt ist. Nun noch einen Esslöffel Kokosblütenzucker gleichmäßig über den Kuchen streuen, so dass dieser gleich schön karamellisiert. Ab in den Backofen und nach etwa 20 Minuten ist unser Kuchen fertig. Er schmeckt sowohl warm als auch kalt sehr gut und lässt sich übrigens auch prima einfrieren.

Bon Appetit!

P.S.: Die Rezepte für den Rhabarbercrumble, die Cashew-Kokos-Eiscreme und die Cookies werde ich in den kommenden Wochen entweder hier oder auf Instagram einbauen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s