Rote Bete Creme / Esse ich immer nur gesund?

Letzte Woche fragte mich eine liebe Kollegin, die regelmäßig meinen Instagram-Stories und Blogbeträgen folgt, ob ich immer so gesund esse. Das hat mich ein wenig nachdenken lassen, denn gerade an diesem Morgen hatte ich mir ein richtig schönes Käsebrot gegönnt. Moment, stopp mal. Was stimmt an diesem Gedanken nicht?

Ich sehe hier zwei wichtige Achtungspunkte für mich:

  1. Warum sollte Käsebrot ungesund sein?
  2. Scheinbar habe ich im Moment wieder einen kleinen perfektionistischen Mitbewohner im Ohr, der mir zuflüstert nur „gesunde und vegane Sachen“ zu zeigen.

Wie es so gerne mal passiert, hat sich hier in Form des Käsebrots ein unbewusster Glaubenssatz aufgezeigt: Käse ist ungesund. Ich war in den letzten Wochen wieder so sehr darauf fixiert, cleane und vegane Rezepte zu entwickeln, dass ich scheinbar in ein Verzicht-Mindset hinsichtlich des Käses geraten bin. Denn auch wenn ich Laktose-Intolerant bin: Ein Goudabrot hat mir noch nie geschadet. An dieser Stelle möchte ich die Frage ob das Käsebrot jetzt gesund ist, nicht weiter vertiefen. Worauf ich statt dessen hinaus möchte ist, dass in Maßen genossen vermutlich wenig als ungesund einzustufen ist. Nur was ist das „Maß“, bzw. ab welche Menge ist ein Lebensmittel maßvoll eingesetzt? Ich orientiere mich gerne an der 80:20-Regel. Ich bemühe mich, meinen Teller zu 80% mit frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln zu füllen. Die übrigen 20% werden dann durch Käse, Kokosnussjoghurt, Proteinpulver und mal ein (oder zwei) Stück des selbst gebackenen Kuchen eines Kollegen (mit Zucker, Mehl & Ei) gefüllt.

Ich gelobe also Besserung und lasse euch künftig häufiger an meiner 20%-Auswahl teilhaben 😉 Aber warum fällt es mir denn nun nicht im geringsten schwer mich „gesund“ zu ernähren? Ich würde sagen, gute Vorbereitung ist alles. Wenn du im Kühlschrank gebackenes Gemüse, ein leckeres Reis- oder Linsengericht sowie eine kleine Auswahl an Tofu und Hummus hast, ist der Griff zur Tiefkühlpizza nach einem langen Arbeitstag schon deutlich aufwändiger als eine Bowl zusammen zu stellen.

Wie ich genau beim Vorkochen vorgehe, beschreibe ich in einem älteren Blogbeitrag. Allerdings bin inzwischen dazu übergegangen, nicht mehr den halben Sonntag mit Mealprepping zu verbringen, sondern die Kochzeit auf etwa drei Tage zu verteilen. Mit das Wichtigste bei der Vorbereitung meiner Bowls ist mir, dass ich entweder ein richtig tolles Dressing oder einen wirklich guten Dip habe, der mir so richtig Lust auf mein Essen macht. Deshalb habe ich heute mal diese Variante des Rote Bete Hummus mitgebracht. Wobei, eigentlich ist es eher eine Rote Bete Creme, denn der Kichererbsen-Anteil ist eher überschaubar.

Für die Creme schneide ich vier große Rote Bete-Knollen in Achtel und backe sie weich. Dieser Schritt der Zubereitung verleiht ihnen eine wundervolle Süße, die schon so manchen Rote Bete-Verächter bekehrt hat. Probiere es unbedingt mal aus, du wirst begeistert sein.
Nachdem die Rote Bete abgekühlt ist gebe ich sie mit drei Esslöffel Sojajoghurt, einem halben Glas Kichererbsen, einem Esslöffel Tahin, zwei Knoblauchzehen und dem Saft einer halben Zitrone in meine Küchenmaschine. Alles gut durch pürieren, so dass ich eine glatte Creme als Ergebnis erhalte. Nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig.

Was haben wir sonst noch in der Bowl? Zwischen einer großen Portion Babyspinat und etwas geräuchertem Tofu siehst du einen in Kokosmilch zubereiteten Vollkornreis mit Beluga-Linsen. Auf der anderen Seite habe ich gebackenen Fenchel und Spargel arrangiert. Ich setzte gerne etwas fruchtige Süße in meinen Bowls ein, heute hat die Mango das Rennen gemacht. Und natürlich nicht zu vergessen: Eine riiiiiiesige Hand voll Koriander.

Bon Appetit!

2 Kommentare zu „Rote Bete Creme / Esse ich immer nur gesund?

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