1 Jahr Foodflüsterin / Pistazien-Aprikosen Blissballs

Ein ganzes Jahr ist es nun schon her, dass ich die Domain angelegt und mich nur mit Laptop und Handykamera ausgestattet, an die ersten Rezept-Beschreibungen gemacht habe. Wenn ich das Jahr so Revue passieren lassen, fällt mir auf wie viel ich lernen durfte und wie sehr mich dieser Blog auch in meinem privaten Leben weiter gebracht hat.

Warte, ich werde gleich noch ein wenig konkreter. Die offensichtlichen Learnings sind wohl das Fotografieren und das geordnete Festhalten meiner Gedanken. Darüber hinaus habe ich im ersten halben Jahr wahnsinnig viel über Zeit- und Stressmanagement gelernt. Denn bei alledem was ich backen, kochen, umsetzen und mir aneignen wollte, hatte der Tag dann doch schon mal zu wenig Stunden.

So schnell die Fortschritte auch waren, so ging alles einfach nicht schnell genug. Meine innerere Kritikerin, die alte Perfektionistin, hatte zeitweise eine mehr oder weniger laute Stimme. Sie war der Treiber der Verbesserung, hätte unbeobachtet aber auch einen Stillstand provozieren können. Denn wenn man einfach nicht zufrieden mit den Ergebnissen ist und nichts veröffentlicht, kann man auch keine Fehler machen, aus denen man wiederum hätte lernen können. Eine Erkenntnis hat mir besonders geholfen in ein harmonisches Verhältnis mit meiner inneren Kritikerin zu treten: Es ist ja nur ein Hobby und ich bin vermutlich die Einzige, die an mich den Anspruch der Professionalisierung dieses Hobbies stellt 😉

Ein dickes fettes Danke möchte ich an dieser Stelle an dich senden! Danke, dass du mir folgst! Ich freue mich unendlich, dass dir mein Content gefällt und du jede Woche wieder kommst! Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar von dir und dass du mir dabei hilfst, mit jedem Post ein bisschen besser zu werden. Danke, dass es dich gibt!

Du fragst dich sicherlich, warum ich ausgerechnet Bliss Balls für den Jubiläumspost gewählt habe. Nun, ich glaube es gibt kaum eine Süßigkeit, an der ich so viel im letzten Jahr herumexperimentiert habe. Kaum war ein Vorrat aufgebraucht, habe ich gleich eine neue Variante ausprobiert. Mit diesen süßen kleinen Kraftspendern im Gefrierfach habe ich den perfekten Snack für Zwischendurch immer parat. Vielseitig einsetzbar sind sie als Nachtisch, Frühstück, Snack und vor allem kann ich sie ganz einfach mitnehmen.

Neben den Sorten Kokos, Zitrone, Karotte, Schoko und Nuss habe ich die Beste für diesen Beitrag aufgehoben. Zugegebenermaßen war es ein sehr knappes Rennen mit den Schoko-Haselnuss-Bällchen. Aber die Kombination aus Pistazien und getrockneten Aprikosen ist für mich einfach ein kleiner Luxus im Alltag. Wenn ich so darüber nachdenke wundert es mich, dass ich die beiden nicht schon eher zu Protagonisten meiner Bliss Ball Serie gemacht habe. Aber nun ist es ja endlich soweit.

Die Zubereitung ist wie immer denkbar einfach. Wir beginnen am Vorabend: Netflix-Session geplant? Perfekt! Schäle einfach eine Packung Pistazien nebenbei. Alternativ kannst du direkt geschälte Pistazien kaufen. Ich nutze die Gelegenheit gerne, das Schälen als eine meditative Achtsamkeitsübung zu praktizieren. Aber wähle ganz nach deiner Präferenz.

Damit wir das Haushaltsbudget nicht mit den hohen Pistazien-Kosten sprengen (auch ein kleiner Luxus-Treat darf bezahlbar bleiben), wähle ich als Basis einen Mix aus Cashews und Mandeln. diese geben wir in den Foodprocessor aka die Küchenmaschine und pürieren die Nüsse zu einem groben Mus. Wenn du keine Küchenmaschine hast, kannst du auch einfach fertiges Nussmus aus dem Glas nehmen. Als nächstes geben wir Datteln, Aprikosen und Hanfmus hinzu.

Hanfsamen sind eine tolle natürlich Proteinquelle und versorgen dich mit wertvollen Omega-3 und 6-Fettsäuren. Begeben wir uns auf einen kurzen Exkurs in die Welt der Omega-Fettsäuren: Sie zählen zu den essentiellen Fettsäuren. Der Körper kann diese also nicht selbst herstellen und ist auf die Zufuhr von Außen angewiesen. Unter einem Mangel an essentiellen Fettsäuren treten Störungen wie Haarausfall, Wachstumsstörungen und Hautveränderungen auf. Wenn du dich tiefer in die Materie anlesen möchtest, kann ich dir diesen Artikel sehr empfehlen.

Zurück zum Rezept: Ich habe das Hanfmus einfach selbst gemacht, indem ich geschälte Hanfsamen solange in der Küchenmaschine püriert habe, bis ein Mus entstanden ist. Wenn du keine Hanfsamen im Haus hast und/oder kein Mus daraus machen möchtest, kannst du die Zutat auch einfach durch ein paar Pistazien mehr ersetzen.

Für ein Extra an Protein geben wir etwas veganes Proteinpulver hinzu und mischen es zusammen mit Zimt, Salz und Rosenwasser unter den Teig bis die Gewürze gleichmäßig verteilt sind. Fehlt nur noch der gepuffte Amaranth: Damit er nicht zu stark zerkleinert wird, gebe ich ihn erst ganz am Schluss hinzu und knete ihn quasi mit den Händen oder einem Spatel unter. Einmal kurz abschmecken, zufrieden grunzen und Bällchen formen. Im Kühlschrank halten sie sich ohne Weiteres eines Woche, ich friere sie aber am liebsten ein. Zugegeben: Nicht zuletzt als Schutzmaßnahme, damit ich nicht alles auf einmal esse. Im Sommer liebe ich aber einfach den erfrischenden Effekt, wenn die Bliss Balls noch gefroren sind: Wie gefrorenes Keksteig-Eis.

Bon Appetit!

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