Vegane Himbeer Torte mit Pistazien Frischkäse Topping

Ich bin wieder da!!! Mit frischer Energie, neuen Rezepten und einer leichten Änderung in der Ausrichtung des Blogs melde ich mich nun endlich aus der Sommerpause zurück. Was der Social Media Detox mit meinem inneren Kind zu tun hat, verrate ich dir zwischen den Zeilen zu diesem fantastischen Geburtstagstorten-Rezept, das ich für meine liebste Rebbi kreirt habe.

Es war wohl eine Frage der Zeit, bis ich den Schritt in den Social Media Detox tatsächlich gehe. Und diesen Sommer war es dann soweit: Eigentlich nur als Festival-Wochenende im Flugmodus geplant, wollte ich nach einer tollen und unbeschwerten Zeit gar nicht mehr zurück. Ok, das ist ein wenig zu dramatisch ausgedrückt, aber was ich damit sagen will ist, dass es mir unendlich gut getan hat, mich auf meine Mitmenschen und vor allem auf mich zu besinnen. Einfach ein paar Wochen nicht erst die Konsequenzen des Handelns abwägen, sondern statt dessen der Intuition vertrauen und die Freude am Leben priorisieren. Ich würde mal sagen: Neujahrsvorsatz inneres Kind – Check!

Natürlich hat sich der Abstand auf Blogebene ebenfalls bemerkbar gemacht. So bin ich nicht umhin gekommen zu hinterfragen: Welche Rezepte entwickle ich, weil sie tatsächlich in mein Ernährungskonzept passen? Was ist überhaupt mein Ernährungskonzept? Was esse ich, nur weil ich denke das es zu dem Ernährungskonzept passt, von dem ich denke, dass andere es von mir erwarten?… Sehr viel Unsicherheit, in die ich Dank der Auszeit wieder ein Stück Leichtigkeit reinbringen konnte. Und nun freue ich mich dir das erste Ergebnis zu präsentieren: Rebbi’s Geburtstagstorte!

Es gibt nicht viele Menschen in meinem Umfeld, die eine selbst gebackene Torte so sehr zu schätzen wissen und die sich so sehr darüber freuen, wie meine liebe Freundin Rebbi. Entstanden sind die Geburtstagstorten für Rebbi aus der Not heraus, weil Madame partout kein Geschenk haben wollte. Nun gut, ich kann ganz passabel backen, dachte ich mir. Und so begab es sich, dass ich im ersten Jahr meine erste vegane Torte gebacken habe: (Almost) Red Velvet mit einem Topping aus selbst gemachtem veganen Frischkäse und selbst gemachter Schokoladenverzierung. Mit den Jahren wurden die Torten immer leckerer und ich muss zugeben: Ich war nicht sicher, ob es mir dieses Mal wieder gelingt die Torte des Vorjahres zu toppen.

Die Kombination aus Himbeeren, Pistazien und weißer Schokolade haben Rebbi und ich in Berlin eigentlich als gemeinsames Backprojekt ausgeheckt. Aber der Anlass war einfach zu passend, so dass ich aus dem Muffin-Vorhaben das diesjährige Geburtstags-Torten-Projekt geschustert habe.

Als Basis haben wir einen Rührteig aus Dinkelvollkornmehl, rote Bete Pulver und einem Himbeer-Soja-Joghurt. Die genauen Zutaten und Mengenangaben findest du auf der Rezeptkarte am Ende der Seite. Wichtig ist, dass du den Teig nicht „zu Tode“ knetest, damit das Gluten im Dinkelvollkornmehl nicht zu stark aktiviert wird. Denn dann ist die Gefahr, dass der Kuchen trocken wird. Und trocken ist dieser Kuchen nicht im geringsten, vielmehr eine perfekt ausgewogene Mischung aus fluffig und moist.

Nachdem ich mich aus Budgetgründen gegen gefriergetrocknete Himbeeren im Teig entschieden hatte, war ich mehr als glücklich einen zuckerfreien Joghurt mit Himbeeren gefunden zu haben. Für ein noch beerigeres Geschmackserleben habe ich dennoch ein paar Extra-Himbeeren dazu gegeben. Ich habe mich für die gefrorerene Variante entschieden, aber frisch geht natürlich genauso.

Fast wichtiger als der Kuchen selbst ist natürlich das Frosting. Hierfür habe ich – ganz im Sinne der Bäckerskunst – am Vorabend eine ausgiebige Netflix-Session eingelegt um eine ganze Tüte Pistazien in einem Rutsch weg zu schälen. Die Pistazien habe ich anschließend in der Küchenmaschine zu einem recht groben Pistazienmus püriert. Ich nehme übrigens gerne gesalzene Pistazien, aus dem gleichen Grund warum in britischen Rezepten in der Regel gesalzene Butter vorgeschrieben wird: Salziges lässt Süßes wie Gebäck erst richtig Rund schmecken.

Gemeinsam mit veganem Frischkäse auf Mandelbasis und einer Tafel veganen weißen Schokolade entsteht ein cremiges, süß-salziges Frosting, das man sehr schnell verarbeiten sollte, damit man es nicht vorher schon ohne den Kuchen aufschleckt.

Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, solltest du ihm die Zeit geben, vollkommen abzukühlen. Das hat zwei Gründe: Zum einen fällt der Kuchen leicht in sich zusammen, wenn er zu früh angeschnitten wird und zum anderen brechen die Schichten schneller auseinander. Also: Lieber ein paar Stunden mehr einplanen und sicher gehen, dass der Kuchen auch wirklich kalt ist.

Beim Aufschneiden selbst habe ich einen kleinen und einfachen Trick, so dass ich die Böden sicher von einander getrennt bekomme: Zunächst schneide ich den Kuchen mit einem Brotmesser in 3 etwa gleich große Scheiben. Die einzelnen Scheiben trenne ich mit einem Einsatz aus meiner Quiche-Form Vorsichtig voneinander. Diesen Einsatz nutze ich auch später wieder, um die Böden nach dem Bestreichen mit der Creme wieder aufeinander zu stapeln. Hier in der Slideshow kannst du das ganz gut verfolgen.

Ist sämtliche Creme zwischen den Böden und um den Kuchen (jetzt eher Torte) herum verteilt, hübschst du dein Werk noch mit ein paar Himbeeren und Pistazien auf und stellst das Ergebnis für eine halbe Stunde kalt, damit die Creme fest wird. Et voilà!

Einen kleinen Extraschritt habe ich in dieser Backsession noch eingeplant, der aber eigentlich nicht zum Rezept gehört: Wir haben den Kuchen als Geschenk-Verpackung missbraucht, da sich unser Geburtstagskind in diesem Jahr nicht offiziell gegen ein Geschenk ausgesprochen hat, was natürlich gleich ausgenutzt wurde. Dafür habe ich mit einer kleinen Form ein Muffin-großes Stück aus dem Kuchen ausgestanzt, so dass ein Weck-Glas darin Platz findet. In dem Weck-Glas habe ich dann den Gutschein für unseren gemeinsamen Salsa-Kurs versteckt.

Viel Spaß beim Nachbacken!

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