Süße Pizza oder auch Apfel-Streuselkuchen mit Vanille-Creme

Kennst du das? Du hast Lust zu Backen, weißt aber nicht so recht in welche Richtung es gehen soll? In meinem Kopf geht es dann in etwa wie folgt ab: Mhhhhh ich hätte ja jetzt mega Lust auf Käsekuchen – oder nein, warmen Apfelkuchen… mit Streuseln? Oder als Tarte Tartin? Käse-Kuchen mit Apfel? Aber dann bräuchte ich Quark, heute ist mir eher nach vegan….

In dem Moment in dem ich den Blogbeitrag schreibe, läuft mir übrigens das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an Tarte Tartin denke, mit ihrem auf der Zunge zerschmelzenden Mürbeteig, dem süßlichen Karamell und ein paar knackigen Walnüssen… Aber zurück zum heutigen Apfelkuchen-Format.

Und der Gewinner ist: Ein veganer Apfelstreusel auf Hefeteigboden. Fein und dünn, dabei locker und fluffig sollte er sein. Das geschmackliche Vorbild, das ich im Sinne hatte, lässt sich tatsächlich am besten mit einem süßen Pizzateig beschreiben. Damit es schön saftig wird, habe ich mich für eine Vanille-Creme entschieden. Bei der Rezeptauswahl kam als richtungsweisendes Kriterium hinzu, dass der Kuchen gut von der Hand in den Mund genießbar sein soll. Denn das Ergebnis wollte ich am nächsten Tagen bei meinen Freunden der Kölner Straße verteilen. Für die, die heute zum ersten Mal hier auf meinem Blog sind: Dabei handelt es sich um einen Verein, den ich einmal im Monat mit einer Kuchenspende zum Verteilen an Obdachlose unterstütze. Möglichst wenig Matscherei-Potenzial ist also angesagt, doch wollte ich mal mit einer Alternative zu den sonstigen Rührkuchen und Cookies überraschen.

Wir starten mit dem Hefeteig: Hierzu brauchen wir 500g Weizenmehl. Woooow, Moment, sie hat doch nicht etwa… Doch! Hat sie! Damit der super dünne und fluffige Teig auch wirklich wie in meiner Vorstellung gelingt (wir erinnern uns an den süßen Pizza-Teig), verwenden wir raffiniertes, weißes Mehl. #genussvollgenießen

Wir mischen 20g Hefe mit 300ml lauwarmem Mandeldrink, in dem wir zwei Esslöffel Agavendicksaft aufgelöst haben. Auf diese Mischung geben wir nun das Mehl, ohne es hinein zu rühren, und lassen das Werk 30 Minuten ruhen. Als nächstes mischen wir vier Esslöffel Olivenöl mit einer Prise Salz unter und kneten den Teig gut durch. Denk daran: Das Geheimnis eines guten Hefeteigs liegt in seiner Bearbeitung beim Kneten. Sei also nicht zimperlich wenn du ihn knetest, boxt und ihn immer wieder auf die Arbeitsfläche fallen lässt. Fünf Minuten solltest du der Sache schon widmen. Und glaube mir: Das Arm-Workout bekommst du gleich inklusive. Während du dir und deinem Hefeteig nun also erneut 30 Minuten Ruhezeit gönnst, bereitest du die Creme und die Äpfel vor.

Wasche, entkerne und schneide 500g Äpfel in kleine Stücke. Da wir alle wissen, dass die meisten Nährstoffe (insb. Flavonoide, also sekundären Pflanzenstoffe) in der Schale lokalisiert sind, lassen wir diese einfach dran. Sieht davon abgesehen auch einfach schöner aus, wenn hier und da ein wenig rot aus dem Kuchen hervor blitzt. Und stell dir mal vor, was du mit den 10 Minuten gewonnener Zeit alles anstellen kannst 😉
Gebe direkt den Saft einer Zitrone über die Äpfel um die Oxidation zu verhindern, so dass sie nicht so schnell braun werden.

Widme dich inzwischen der Vanille-Creme: Mische 1 Becher veganen Skyr mit Vanillegeschmack mit 5g Pfeilwurzelstärke und 10g Tapiokastärke (oder insgesamt 15g andere Speisestärke) zu einer glatten und klumpenfreien Creme. Gebe noch 2 Hand Rosinen (optional) und 4 EL Apfelmark hinzu.

Zu guter letzt bereiten wir noch die zimtigen Vollkornstreusel vor: Dafür mischen wir 300g Weizenvollkornmehl, 40g Mandelmehl, 40g gehobelte Mandeln mit einem TL Zimt, einer Prise Salz und 120g Rohrohrzucker in einer Schüssel. Knete nun 170g vegane Margarine unter bis du als Ergebnis einen krümeligen Teig erhältst.

Bringen wir nun also unsere Schichten zu einer Einheit zusammen. Doch zuvor heizt du den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze. Rolle den Teig dünn auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus. Mein persönlicher Life-Hack: Rolle den Teig direkt auf Backpapier aus, so brauchst du ihn hinterher nur noch mit dem Backpapier auf das Backblech zu befördern. Ist zwar eine rutschige Angelegenheit, da das Backpapier dazu neigt über die Arbeitsfläche zu gleiten, aber es lohnt sich. Streiche die Vanille-Creme darüber und backe den Kuchen schon mal für 15 Minuten. Nach Ablauf der Zeit verteilst du die Äpfel gleichmäßig darauf und gibst nach weiteren 10 Minuten die Streusel grob zerbröselt dazu. Nur noch 20 Minuten trennen dich von deinem saftigen, cremigen, fluffigen, zimtigen Apfelstreusel mit Vanille-Creme.

Bon Appetit!

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