Rote Bete-Pasta an cremiger Maronen-Orangen-Sauce mit Pilzen

Hört man aktuell regelmäßig Nachrichten kann man kaum anders als überwältigt sein. Wie mir ein einfaches Pasta-Gericht hilft, in Zeiten von Social Distancing zu mir zu finden sowie meine vier besten Tipps, wie du diese Ausnahmesituation als Chance für dich nutzen kannst, verrate ich dir im heutigen Blogpost.

Die Meldungen über neu bestätigte Corona-Infektionen sowie die massiven Einschränkungen, die in den Ländern nach und nach aufgeschaltet werden, wecken in mir doch die Assoziation an den ein oder anderen Film. Und auch wenn ich wirklich gerne alleine zu Hause bin, so hat die Erkenntnis, dass ich die nächsten Wochen direkte soziale Kontakte erst mal vergessen kann, zu einer kleinen Mecker-Woche geführt. Wie ihr wisst, gehöre ich zum Typ „alles prima“ – egal wann du mich fragst ist erst mal alles tipp topp. Doch in der vorletzten Woche kam ich aus dem Jammern nicht mehr raus – ich habe mir regelrecht selbst leid getan: „Hätte ich das doch nur eher gewusst, dann hätte ich die letzte Woche in „Freiheit“ mehr ausgekostet und mich nicht in meiner Wohnung zum Lernen für meine Ernährungsberater-Prüfung verbarrikadiert, die dann noch zu guter letzt (wie alles andere auch) erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben wurde… Und überhaupt, wie soll ich nur ohne mein Fitness-Studio, ohne meine Freunde, ohne meine HIT & BBP-Kursteilnehmer auskommen…?“

Nach einer Woche, endlich, war Schluss mit Meckern! Wer weiß, hätte ich mich nicht die ganze Woche verkrochen, wäre ich ja vielleicht inzwischen selbst infiziert. Was mich zu meinem ersten Tipp bringt:

Tipp No 1: Dankbarkeit!

Ich bin so unendlich dankbar, dass ich gesund bin, dass meine Familie gesund ist, dass meine Freunde gesund sind. Ich bin dankbar, dass ich einen meinen Job aus dem Homeoffice ausführen kann. Ich bin dankbar, dass Ärzte, Pflegekräfte, Supermarkt-Mitarbeiter & co. quasi an der Front für uns kämpfen. Ich könnte diese Aufzählung unendlich lange weiterführen. Je länger die Liste wird, umso mehr weicht das beklemmende Gefühl sozial isoliert zu sein und macht Platz für wahre Glücksgefühle!

Tipp No 2: Neue Routinen finden

Gerade wenn ich plötzlich den ganzen Tag zu Hause bin, ist die Gefahr groß, dass die einzelnen Tage zu einem einheitlichen langen und zähen Brei werden. Ich liebe meine Routinen, denn sie strukturieren meinen Tag und meine Woche. Davon abgesehen helfen sie mir dabei, dass ich gut für mich, meine Seele und meinen Körper sorge. Was jetzt neu ist, ist die Möglichkeit meinen Tag ganz intuitiv nach meinen Bedürfnissen, ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen, zu gestalten: Wenn ich um 16h zu Abend essen will, dann mache ich das. Will ich jeden morgen Sport machen – wer hält mich davon ab? Jeden Abend meditieren? Wenn es mich glücklich macht… Worauf ich hinaus will ist: Finde eine Auswahl an Aktivitäten & Routinen, die dir gut tun, dich erfüllen und glücklich machen. Ich freue mich beim Einschlafen schon auf den nächsten Morgen und meinen achtsamen Spaziergang um den Kanal. Apropos:

Tipp No 3: Achtsamkeit

Ich nutze die Gelegenheit, alles etwas langsamer zu machen. Warum auch nicht, ich habe ja die Zeit. Seit ich den ganzen Tag zu Hause bin, mache ich mir deutlich weniger Sorgen darüber, was andere wohl über mich denken. Es sind ja keine anderen Leute da 😉 Das lässt in meinem Geist eine ungeahnte Freiheit entstehen, deren Beobachtung ich gerade hochspannend finde. Ich halte regelmäßig inne und frage mich: Wie fühle ich mich? Wonach ist mir jetzt? Und schreibe es ggfs. in meinem Bulletjournal auf.

Tipp No 4: Nimm dir Zeit zum kochen

Jetzt gibt es wirklich keine Ausrede mehr, warum du dich nicht gesund ernähren kannst. Denn keine Zeit zählt nun wirklich nicht. Ich genieße es unendlich, mir mindestens eine Stunde am Tag für das Zubereiten einer frischen Mahlzeit zu nehmen. Entweder z.B. ein sehr aufwändiges Abendessen und dafür gibt es ansonsten Bowls mit Salat und den Resten der Vortage. Oder ich gönne mir zwei bis drei 15 Minuten-Gerichte. Meine Schwester hat es heute in unserem Familien-Skype-Lunch treffend beschrieben: Sich die Zeit zu nehmen, für sich selbst ein schönes Essen zu kochen, ist der Inbegriff von Selbstliebe. Wie recht sie hat.

Als Inspiration habe ich für dich mein neuestes Lieblingsgericht dokumentiert: Eine super cremige vegane Pasta-Sauce mit Orangen, Maronen und Kräuterseitlingen mit spiralisierter Rote Bete. Ohne Witz, ich habe lange nichts gegessen, das mir so gut geschmeckt hat und mich so glücklich gemacht hat. Diese fruchtige Cremigkeit durch Cashewmus und Orange, die knackigen Maronen… Wenn ich nur daran denke läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Ich beginne mit dem Kochen der (Vollkorn-/ Hülsenfrucht-) Nudeln: Viel Wasser, etwas Salz. Sobald sie fertig sind, fange ich etwas Nudelwasser ab, bevor ich die Nudeln in einem Sieb abtropfen lasse. Aber Achtung: Bitte Nudeln niemals abschrecken und auch bitte nicht mit Öl beträufeln, da sie sich sonst später nicht mehr so gut mit der Sauce verbinden. Das Vorweg gesagt, lass uns mit der Sauce starten: Schneide die Kräuterseitlinge in Scheiben und röste sie mit etwas Öl in einer Pfanne an. Du kannst übrigens auch jede andere Art von Pilzen nehmen.

Röste eine gehackte gelbe Chili, etwas Knoblauch und Zwiebel in einer Pfanne in Olivenöl an, gebe direkt schon eine Prise Salz hinzu und lösche alles mit Weißwein ab. Lasse den Wein sich nahezu vollständig reduzieren. Inzwischen mischst du den Saft einer halben Orange mit etwas Senf, Cashewmus und Wasser. Würze die Sauce mit Thymian, Salz und ein wenig Pfeffer und gebe sie in die Pfanne. Du wirst sehen, wie schnell eine samtig cremige Sauce entsteht. Hacke die Maronen grob und rühre sie gemeinsam mit Hefeflocken, einem Schuss Zitrone und den Nudeln in die Sauce. Nochmal abschmecken und auf einem Spinatbett, oder wie hier auf spiralisierter Roter Bete (1 Minuten in leicht gesalzenem, nicht mehr kochendem Wasser blanchiert) servieren. Ich habe außerdem noch das Fruchtfleisch einer halben Orange untergerührt. Jetzt gibt es nur noch eins zu tun: Mit allen Sinnen genießen.

Tipp No 4: Lege die Angst vor (Video-) Telefonaten ab

Ich bin eigentlich nicht gut im Telefonieren oder Schreiben und treffe meine Liebsten lieber persönlich. Aber diese Tage habe ich Skype (wie viele andere auch) wieder für mich entdeckt. Auch wenn es das Schnacken im Café um die Ecke zwar nicht ersetzt, so tut es dennoch unendlich gut sich aktiv Zeit für einander zu nehmen, zu verabreden und sich (zumindest via Video) zu sehen. Mein Skype-Lunch mit meiner Familie war ein voller Erfolg und ich werde diese Kommunikationsmaßnahme definitiv ausweiten.

So, das war mal ein etwas anderer Foodblog-Beitrag. Ich hoffe er hat dir dennoch gefallen. Was sind deine Top 4 im Umgang mit Social Distancing? Hast du ein neues Hobby gefunden oder ein altes Aufleben lassen? Nimmst du dir auch wieder mehr Zeit zum kochen? Ich bin schon so gespannt, von dir zu lesen.

Pass bitte gut auf dich auf und bleib gesund!

Hier noch das vollständige Rezept. Viel Spaß beim Nachkochen, berichte doch mal wie es dir geschmeckt hat!

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Danke fürs Rezept, ich werde es ausprobieren. Einen lieben Gruß aus Österreich

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    1. foodfluesterin sagt:

      Ich freue mich dass es dir gefällt 🙂 Dann hoffe ich dass es dir schmeckt und hoffe du schickst mir eine kurze Nachricht mit deinem Feedback.
      Ganz liebe Grüße aus Köln nach Österreich

      Gefällt 1 Person

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