Erbsen-Minz-Falaffel

Ich weiß, ich weiß… Erbsen und Minze *augenroll* jetzt nicht die bahnbrechendste Neuentdeckung in der kulinarischen Welt der Geschmackskombinationen… Aber manche Lebensmittel gehören einfach zusammen. Ergänzt um einen Hauch rosa Pfeffer verschmelzen diese drei Lebensmittel zu einem atemberaubenden Erleben für deine Geschmacksknospen.

Erst einmal fröhliche Ostertage wünsche ich dir. Selbst ich bemühe mich inzwischen so selten wie möglich einkaufen zu gehen und meinen Vorrat soweit wie möglich abzubauen. Das ergibt zum Teil äußerst spannende Gerichte und ich entdecke ganz neue Lebensmittel für mich. Zum Beispiel Hirse… Vor einigen Monaten gekauft weil #gesund wartete dieses Paket in meiner Vorratsschublade darauf, benutzt zu werden. Aber solange Quinoa im Haus ist, esse ich eher Quinoa. Ist der Quinoa leer, wird gleich neuer gekauft. Die Tage habe ich mich endlich an die Goldhirse gewagt… Und jetzt kann ich gar nicht verstehen, wie ich Hirse so lange verschmähen konnte. Das Ergebnis findest du übrigens hier.

Ähnlich verhält es sich mit tiefgekühlten Erbsen: Solange ich frisches Gemüse da habe und eine Dose Bohnen, bleiben sie in der Regel meine Gefrierschrank-Hüter. Nicht so in dieser Woche! Im türkischen Supermarkt habe ich mir letztens einen Großvorrat frischer Minze gekauft. So gab es also jeden Tag einen frische Minztee, gelegentlich ein Stück Limetten-Minzkuchen oder eine Schale mit Schoko-Mint-Nice-Cream. Dennoch wurde das Minz-Bündel gefühlt nicht kleiner. Da sind mir meine Erbschen im Gefrierschrank wieder eingefallen.

Gemeinsam mit einem Glas Kichererbsen haben die kleinen grünen Kraftpakete sich zum Lunch-Highlight meiner Woche gemausert – in Form eines Burger-Patties. Ok ok, es waren 6 Patties, die ich in den Folgemahlzeiten aufgebraucht habe. Da ich eigentlich nicht der Typ bin, der mehr als zweimal dasselbe hintereinander essen mag, will das was heißen 😉 Sonst friere ich Übriggebliebenes ja immer ein. Nicht so dieses Mal! Diese Erbsen-Burger waren sogar so gut, dass ich gleich noch eine Runde zubereitet habe. Dieses Mal als Falaffel-Bällchen.

Die Zubereitung ist einfach wie schnell: Blanchiere die gefrorenen Erbsen für ein paar Minuten, bis sie aufgetaut und gar sind. In der Zwischenzeit lässt du eisekaltes Wasser in einen Topf. Siebe die Erbsen ab und schubse sie direkt in das kalte Wasser. So behalten sie ihre schöne grüne Farbe.

Schneide eine Zwiebel und zwei Koblauchzehen in kleine Würfel und röste sie in etwas Olivenöl in einer Pfanne an. Schütte den Inhalt deines Kichererbsen-Glases in ein Sieb und wasche die Kichererbsen gut, bevor du sie abtropfen lässt. Gebe sie zusammen mit der Hälfte der Erbsen in eine Schüssel und zerstampfe sie grob mit einem Kartoffelstampfer. Zielkonsistenz ist matschig genug, dass die Zutaten zusammenkleben, ohne dabei so fein wie ein Püree zu werden. Gebe nun einen Esslöffel Tahini, einen halben Teelöffel Salz, zwei Esslöffel gehackte Minze und einen gehackte Petersilie hinzu. Reibe ein wenig Zitronenschale in den Teig, quetsche den Saft der halben Zitrone hinterher und gebe einen Teelöffel zerstoßenen rosa Pfeffer hinzu. Zwiebelchen, Knoblauch und die übrigen Erbsen nicht vergessen und nun alles gut miteinander zu einem Teig verarbeiten. Je nach Feuchtigkeit gebe ich noch ein oder zwei Esslöffel Kichererbsen (oder anderes) Mehl hinzu. Probiere mal kurz, ob dir genug Salz drin ist. Gut?

Prima, dann hast du jetzt drei Möglichkeiten: Heißluftfritteuse, Backofen oder Pfanne. Ich habe zu Weihnachten eine Heißluftfritteuse bekommen, die ich tatsächlich jeden Tag feiere. Ich benetze meine Hände mit ein wenig (Kichererbsen-)Mehl und forme Kugeln, die ich direkt auf den Boden der Fritteuse lege. Ich backe die Falaffel 10 Minuten bei 200 Grad (für die Farbe) und anschließend für 10 Minuten bei 180 Grad. Alternative: Im Backofen lasse ich sie bei 180 Grad Umluft für etwa 30 Minuten vor sich hinbrutzeln. Und die Pfannen-Variante habe ich um ehrlich zu sein nicht ausprobiert. Ich bin irgendwie zu ungeduldig für Pfannenarbeit 🙂

Während der Wartezeit bereite ich schon mal den Rest der Mahlzeit zu: Ich dünste etwas Spargel, wasche Salat und mache die Pita-Brote fertig. Wenn du mir auf Instagram folgst, wirst du meinen glorreichen Einkaufserfolg mitbekommen haben: Ich konnte tatsächlich ein Päckchen Weizenvollkornmehl finden und hatte auch glücklicherweise noch etwas Trockenhefe zu Hause. Damit habe ich meinen Appetit auf einen selbst gemachten Flammkuchen (mit Erbsen, rosa Pfeffer & Spargel) stillen dürfen. Den nicht verbrauchten Teig habe ich in einer Tupperdose für später im Kühlschrank verwahrt. Für das hier fotografierte Gericht durfte der Teig in all seiner Vielseitigkeit glänzen: Zu drei kleinen Pitabroten ausgerollt und in einer Pfanne kurz von beiden Seiten gebacken.

Du siehst, wie vielseitig Erbsen, Spargel und ein einfacher Brotteig sein können. Ich wünsche dir noch ein schönes restliches Osterwochenende!

Bon Appetit!

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