Fluffige Gemüse Muffins (v)

Da bin ich wieder! Und ich habe dir die leckersten und fluffigsten veganen herzhaften Muffins mitgebracht, die ich je gebacken habe.

Zugegeben, so häufig habe ich mich noch nicht an veganen herzhaften Muffins versucht. Ich hatte eine ausgesprochen ausgeprägte Ei-Fisch-griechischer Joghurt Phase, in der ich die handliche Version einer Quiche ohne Boden gefühlt jede Woche gemacht habe: Proteinreich, lässt sich super vorbereiten und passt eigentlich zu jeder Mahlzeit. Nun aber, da ich endlich wieder zurück zur vollständig veganen Ernährung gekommen bin, habe ich noch kein Standard-Rezept im Repertoire, das ich bei Bedarf abrufen kann – bis heute.

Die Tage hatte ich mich mit einer Freundin zu Weinchen & Snack im Park verabredet. Für welchen Beitrag zum Abend ich mich entschieden habe, kannst du dir wohl denken. Ich wollte etwas brotiges machen (ist das überhaupt ein Wort?) und nach ein wenig Recherche auf meiner Pinterest-Wall hat sich das Bild eines Muffins mit Gemüse verstärkt manifestiert. Doch wollte ich einen Rühr- oder Hefeteig? Klare Sache: Hefeteig. Mal sehen, welches Gemüse der Kühlschrank hergibt… Zucchini und Möhren? Warum nicht! Oha, da ist ja noch eine angebrochene Packung veganer Käse und Frischkäse… Und so schnell vervollständigt sich der Plan.

Beginnen wir mit dem Part, der am längsten braucht: dem Hefeteig. Dafür mische ich Emmer-, Dinkelvollkorn und Weißmehl in wissenschaftlich perfekt ausgetüftelter Relation miteinander… Nur ein kleiner Scherz. Bei all der Detailplanung hatte ich vergessen mir um die Basis Gedanken zu machen und nicht gesehen, dass da nur noch ein paar Mehlreste verschiedener Sorten übrig waren: 60g Emmermehl, 100g Dinkelvollkornmehl, aufgefüllt mit 140g Weißmehl und etwas Salz. Mit den Händen forme ich ein Loch in die Mitte des Mehlbergs und gebe 135g lauwarmes (in etwa Körpertemperatur!!!) Wasser hinein, rühre 4g Hefe mit einer Prise Rohrzucker in das Wasser und hebe ein klein wenig des Mehls mit in die Hefemischung. Es dauer nur ein paar Minuten, bis sich Bläschen bilden und ich somit endlich anfangen kann zu kneten. Ich wollte noch etwas veganen Frischkäse in den Teig geben, nur leider hatte ich vergessen ihn rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, so dass er sich nicht ganz so geschmeidig unterkneten ließ. Also habe ich den gehäuften Esslöffel Vrischkäse in meinen Händen angewärmt und in den Teig geknetet. Nun heißt es: Gib alles. Denn Hefeteig wird gerne richtig gut durchgearbeitet, so dass das Gluten im Mehl anfangen kann zu kleben. Natürlich kannst du auch eine Küchenmaschine nehmen. Ich bekomme bei der Arbeit mit den Händen aber ein besseres Gefühl, wie weit der Teig schon ist. Nach etwa fünf Minuten stelle ich den zu einer Kugel geformten Teig in den Backofen, bei 45 Grad Warmhalte-Funktion.

In der Zwischenzeit bereite ich schon mal das Gemüse vor: Möhre putzen, Zucchini waschen und beides grob in jeweils unterschiedliche Schüsseln raspeln. Die Möhre kannst du erst mal auf Seite stellen. Die Zucchiniraspeln massieren wir mit einem halben Teelöffel Salz ein und lassen sie ein paar Minuten stehen. Nun drücke ich das Wasser so gut es mir möglich ist aus der Zucchini, damit der Teig später nicht zu matschig wird.

Jetzt ist es Zeit für eine kleine Pause, denn der Teig braucht noch etwa 40 Minuten bis er sich in seinem Volumen verdoppelt hat. Wie wäre es also mit einer Tasse Tee und dazu etwas Musik auf den Ohren? Ich versuche ja gerade die Pausen, die mir das Leben schenkt auch zu nutzen anstatt dass ich sie effizient mit dem Erledigen von Aufgaben verbringe. Effizient und fleißig, das kann ich ziemlich gut. Aber das aktive Pausieren im Alltag… Da habe ich noch etwas Achtsamkeitspotenzial 😉 Wie beschäftigst du dich während solchen Wartezeiten? Bis du Team Pause oder Team Effizienz? Ich bin schon so gespannt von dir auf Instagram zu lesen.

Nun sollte der Teig soweit sein: Noch einmal schön durchkneten und zu einem Fladen drücken. Jetzt gebe ich das Gemüse in die Mitte und decke es mit dem Teig zu, bevor ich in die nächste Runde Kneten gehe. Die Raspeln dürfen sich im gesamten Teig verteilen. Ich musste noch etwas Mehl zugeben, da die Zucchini noch etwas zu viel Feuchtigkeit hatte. Ziel ist ein Feuchtigkeitsverhältnis von vor der Gemüseparty, und sobald erreicht, rolle ich den Teig zu einer Wurst und teile ihn in neun etwa gleich große Stücke.

Bevor es weiter geht, heize ich den Backofen schon mal auf 200 Grad Umluft vor und lege eine gefettete Muffinform (oder Silikonförmchen) sowie den veganen geraspelten Käse bereit. Jetzt habe ich zwei unterschiedliche Varianten ausprobiert: Bei der ersten nehme ich eine Teigkugel, drücke sie in der Hand platt, stopfe einen Teelöffel Käse hinein und schließe den Teig darum. Nun lege ich das Bällchen mit der Falt-Kante nach oben in eine Muffinform. Für Variante zwei, mein persönlicher Favorit, drücke ich den Teig zu einem Rechteck/Oval (etwa 4 cm breit und 8 cm lang), streiche ein wenig Harissa darauf, verteile einen TL Käse gleichmäßig darauf und rolle das Ganze der Länge nach zu einem Schneckchen zusammen, bevor ich es in die Muffinform setze. Ab in den Ofen und für insgesamt 30-35 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und die Kruste golbraun und kross ist. Ich reduziere die Hitze nach 20 Minuten auf 180 Grad.

Nun da ich endlich das perfekte Basisrezept in veganer Form gefunden habe, werde ich mit ein paar Variationen der Füllung experimentieren. Zum Beispiel kann ich mir Currypulver und Räuchertofu gut vorstellen, oder wie wäre getrocknete Tomate und Olive? Folge mir auf Instagram, um keine der Varianten zu verpassen. Du hast das Rezept mit deiner ganz eigenen Füllung ausprobiert? Ich würde mich mega freuen, wenn du mich in deinem Post taggst.

Bis dahin wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Nachbacken. Bon Appetit!

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